Montag, 28. September 2009

Bestohlen

Gestern war ich abends mit Hanh, ihrem Freund, ihrer kleinen Schwester, und meiner Gastschwester auf dem Nachtmarkt. Dort kann man wirklich alles Mögliche kaufen. War auch echt super schön dort, nur viel zu voll.

Als wir dann in einer Nebenstraße waren, wo man alles für das Mid-Autumn-Festival kaufen kann und es noch voller als auf dem Markt war, wurde Hanh ihr Portemonnaie geklaut. Allerdings haben wir es erst danach bemerkt, als wir gesehen haben, dass ihr Tasche, wahrscheinlich mit einem Messer, aufgeschlitzt wurden ist und das Portemonnaie gefehlt hat. Dort waren 1,000,000 Dong, ihr Führerschein, ihr Ausweis und ihr Ticket für den Roller drin.

Hier gibt es nämlich so was wie einen „Parkservice“, der deinen Roller Parkt und auf die Helme und so aufpasst. Für den Roller bekommst du dann einen Schein mit einer Nummer, womit du dann später deinen Roller wieder bekommen kannst.

Auf jeden Fall war jetzt alles weg. Den Roller ohne diesen Schein wieder zu bekommen stellte sich als sehr kompliziert heraus. Die Leute vom „Parkservice“ meinten, wir sollen zur Polizei gehen und die würden das dann klären. Als wir bei der Polizei waren, wurde uns gesagt, dass sie sich jetzt nicht darum kümmern würden (typisch für die Polizei in Ha Noi).

Also sind wir zurück zum „Parkservice“ gegangen, wo es super lange Diskussionen gegeben hat. Ich weiß selbst nicht worum es wirklich ging, ich weiß nur, dass es sehr lange gedauert hat. Im Endeffekt haben wir den Roller dann wieder bekommen, nach dem wir 50,000 Dong bezahlt haben, damit die den Roller suchen und bestimmt fast ne Stunde gewartet hatten.

Ich hab auf jeden Fall gelernt, dass man hier in Vietnam alles mit Geld lösen kann…

In den letzten Tagen ist nicht wirklich viel Neues passiert.

Am Mittwoch musste ich abends mit Hanh zu so einem Amt gehen, wo ich mich eintragen lassen musste, dass ich zurzeit hier wohne. Hier in Vietnam kann man also auch noch gegen 21Uhr zu Ämtern gehen=) Sehr praktisch. Dort wurden wir dann die ganze Zeit hin und her gescheucht. Als sich dann endlich mal jemand um uns gekümmert hat, obwohl wir bis dahin wirklich nicht lange warten mussten (also kein Vergleich zu Deutschland), wussten sie irgendwie selbst nicht richtig was sie machen sollen und Hanh, die alles übersetzen sollte, wusste auch nicht, was die von ihr wollten. War alles ein bisschen chaotisch. Und obwohl dann nichts wirklich geklärt wurden ist, wurden wir wieder nach Hause geschickt, weil das dann doch an Infos wohl irgendwie gereicht hat.

Am Mittwochnachmittag, ist mein Gastvater übrigens für 5 Tage nach Saigon geflogen, weil er dort von der Arbeit aus hingeschickt wurde. Er kommt also, so weit ich weiß, am Montag wieder. In der Zeit, hat mich Mr. Bing immer von Zuhause abgeholt und Mr. Diep nach der Arbeit nach Hause gefahren (beides Mitarbeiten in dem Verlag und Mr. Bing ist auch mein Englisch Schüler). Beide Male war ich dann mit Mr. Bing Pho (Nudelsuppe) frühstücken. An sich ist es in Ordnung Suppe zu frühstücken, allerdings hab ich mich wirklich mit dem Fleisch schwer getan.

Am Donnerstag war ich mit Mi in unserer Mittagspause in einem Cafe etwas trinken, wo wir Zeugen eines Liebesdramas wurden=) Es war wirklich lustig mit anzuschauen, wie sich ein Pärchen offensichtlich in der Öffentlichkeit streitet. Das amüsanteste daran war allerdings, das die Frau (eine Vietnamesin) absolut keinen Bock auf den Typen (vermutlich Franzose) hatte, da sie sich immer von ihm abwandte, ihn nicht ansah und ihn sogar von sich wegstieß, wenn er sie umarmen, küssen oder ihre Hand halten wollte. Er allerdings, hat sich davon gar nicht beeinflussen lassen und hat sie wider ihren Willen, die ganze Zeit umarmt, was aber sehr erbärmlich aussah. Irgendwie sah er aus, als wäre er nur nach Vietnam gekommen, um sich hier (besagte) Frau zu kaufen, da er wirklich sehr busy aussah. Irgendwann, war es dann so weit, dass beide heulend da saßen und das ganze wirklich sehr lächerlich, wie bei GZSZ, oder so, aussah. Naja, auf jeden Fall endete diese dramatische Szene damit, dass alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen war, sie beide lachend dort saßen und Fotos machten. Vielleicht sollte man diese Story an einem Soap-Autor verkaufen, denn es hätte original eine Szene aus einer Soap seien können. Was man noch dazu sagen muss ist, dass dieses Drama war wirklich eine Szene war, bei der man nur Fremdscham empfinden konnte=)

Am Freitag hatten wir dann hier richtig mieses Wetter. Es hat den ganzen Tag nur geregnet, wie aus Eimern. Eigentlich hatte ich gehofft, abends vielleicht weg gehen zu können, aber im Endeffekt war ich dann doch nur zu Hause. War auch ganz gut so, da ich wirklich müde war. Hab übrigens in der Mittagspause Schweinezunge gegessen, ohne dass ich es wusste. War ziemlich ekelhaft.=)

Am Samstag bin ich wieder um 7Uhr aufgestanden und hab dann gefrühstückt. Zu meiner Freude, gab es heute Brötchen mit Ei. Es waren zwar nicht so Brötchen, wie wir die haben, aber ich würde sagen, die kommen den italienischen Brötchen sehr nahe. Im Nachhinein, glaub ich, dass ich gar nicht so früh hätte aufstehen brauchen, da mein Gastvater nicht da ist und heute morgen nur meine kleinste Gastschwester da gewesen ist. Deswegen hab ich mich dann nach dem Frühstück wieder zum Schlafen hingelegt=)

Nachdem ich dann so gegen 10Uhr aufgestanden bin und mich fertig gemacht hatte, sind meine kleinste Gastschwester, ihre Freundin und ich dann zu Hanh gegangen, da ihre Familie mich für heute eingeladen hatte. Dort hab ich dann auch ihren Vater kennen gelernt, der recht gut Deutsch spricht. Ihre Mutter und ihr Vater haben früher mal für ein paar Jahre in Deutschland gelebt. Die Mutter spricht aber nicht so gut, wie der Vater. Ihm fehlen zwar manche Wörter, aber die Aussprache ist wirklich gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er seit fast 30 Jahren kein Deutsch mehr gesprochen hat.

Am Nachmittag sind dann Hanh, ihr Freund, ihre jüngere Schwester und ich nach Bat Trang gefahren. Man fährt ungefähr eine halbe Stunde dort hin. Um dort hin zugekommen, muss man den Red River überqueren. Erst Gestern wurde die neue Brücke eröffnet, die über den Fluss führt. Die Brücke ist die größte in Ha Noi und ich würde sagen, dass wir in Deutschland nicht so eine große Brücke haben. Bat Trang ist ein Markt, wo nur Keramik Sachen verkauft werden. Also das Dorf, in dem der Markt liegt, fertig dort alle Sachen per Hand an. Das mag sich zwar nicht so interessant anhören, aber dort kann man wirklich schöne Sachen kaufen und man muss halt mal dort gewesen sein, wenn man in Ha Noi lebt. Und allein die Fahrten hin und wieder zurück waren schon spannend genug. Man konnte richtig schöne Fotos machen. Danach haben wir noch bei Hanh zu Abend gegessen und sind dann, bei mir um die Ecke, auf einem Kindergeburtstag gewesen. Das war der 6. Geburtstag von der Cousine von Hanh. Oder es könnte auch die Cousine von meinen Gastgeschwistern gewesen sein, ich weiß es nicht mehr so genau=)

Was ich noch gar nicht erwähnt hab ist, dass meine älteste Gastschwester und ich jetzt jeden Abend ein bisschen Englisch und Vietnamesisch lernen. Ich übe mit ihr Englisch und sie bringt mir Vietnamesisch bei. Meine Gastschwester ist so was von motiviert, für meinen Geschmack zu motiviert. Sie will wirklich jeden Abend mit mir lernen. Sogar heute um 22Uhr noch, nach dem Hanh und ihre Familie weg waren. Am liebsten wäre ich direkt schlafen gegangen, weil ich so müde war. Aber meine Gastschwester wollte noch lernen, was für mich heißt, dass ich auch noch lernen musste.

So, jetzt werde ich aber endlich schlafen gehen, da wir schon 20 vor 1 in Vietnam haben.

Freitag, 25. September 2009

Nur ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind

Da ich seid meinem letzten Eintrag nichts wirklich neues erlebt hab, wollte ich einfach mal ein paar Dinge posten, die mir hier besonderes aufgefallen sind:

Also erst einmal ist mir aufgefallen, dass es hier viel mehr Kinder und Jugendliche gibt, als Erwachsene und dass hier total viele schwanger sind. In Deutschland hab ich noch nie so viele Schwangere auf einmal gesehen. Hier haben die Leute also nicht das Problem, dass es zu viele ältere Leute gibt und zu wenig Junge, wie bei uns ins Deutschland.

Auch ist mir aufgefallen, dass die Vietnamesen super gesund leben. Sie essen eigentlich recht wenig Fleisch und fast keine Süßigkeiten, dafür aber total viel Gemüse und Obst. Und sie sind total sportlich. In jedem Park, den man hier sieht, treiben bestimmt 80% der Leute Sport. Ob es Fußball, Joggen, Gymnastik, Badminton oder Tanzen ist, hier wird alles Draußen gemacht.

Auf die Klamotten wird in der Freizeit auch nicht wirklich viel Wert gelegt. Hier läuft jeder rum, wie er will. Vor allem tragen total viele Mädchen und Frauen auch Draußen Schlafanzüge. Also das sind so Zweiteiler, die wie Schlafanzüge aussehen und auch als welche benutzt werden. In Deutschland würdest du schief angeguckt werden, wenn du mit einem Schlafanzug aus dem Haus gehen würdest.

Kinder tragen hier eigentlich Grundsätzlich keine Helm auf dem Roller, das sie zu schnell aus einem Helm raus wachsen. Schon sehr Paradox, denn bei uns, ist es gerade wichtig, dass auch Kinder einen Helm tragen.

Naja, den Verkehr muss ich, denk ich mal, ja nicht noch extra erwähnen=)

Die kleinen Jungs hier, tragen keine Unterhosen, zumindenst so weit ich das mitbekommen haben. Sie tragen einfach nur ihre normalen Hosen und da drunter nichts...Schon sehr merkwürdig.

Schüler haben hier nicht viel Zeit, um sich mit Freunden oder so zu treffen. Morgens oder Nachmittags haben sie halt bis zu 6 Stunden Schule und Abends haben sie nochmal von 18 bis 20Uhr Förderkurse. Was das an geht, bin ich wirklich froh, in Deutschland aufgewachsen zu sein. Die deutschen Schüler können sich ja nun echt nicht beschweren, zu wenig Freizeit zu haben=).

Hier gibt es so was wie Streß, glaub ich gar nicht. Hier wird irgendwie alles total gelassen genommen. Ich vermute mal, dass es hier keine Leute gibt, die ein Burnout-Syndrom haben=)

Was mir an mir noch aufgefallen ist, ist dass ich eigentlich nur noch total wenig Deutsch rede, oder ähnliches. Die meiste Zeit spreche ich Englisch oder lese und schreibe auf Englisch. Hoffe so kann ich endlich mein Englisch mal verbessern=)

Was ich unbedingt noch erzählen muss ist, dass ich gestern auf dem Weg zur Arbeit auf einer Straße bei mir in der Nähe ganz viele Läden hintereinander entdeckt habe, die Hundefleisch verkaufen. Draußen lagen auch schon ganz viele zubereitete (ich glaub gegrillte) Hunde auf einander. Bei dem Anblick wurde mir echt ganz anders...

Mittwoch, 23. September 2009

Ein recht gelungener Tag

Gestern war eigentlich echt ein schöner Tag. Während der Arbeit hatte Mi meinen Gastvater gefragt, ob wir beide nach der Arbeit in die Stadt fahren dürfen. Zu meinem Glück hatte er kein Problem damit. Also haben Mi und ich nach der Arbeit versucht, ein Taxi zu bekommen, da das die einfachste Variante war um in die Altstadt zu kommen. Wider Erwarten, haben ziemlich schnell ein Taxi bekommen, aber auch, weil es am Straßenrand stand und gewartet hatte. Denn mir wurde erzählt, dass es sich als recht schwierig herraustellt ein Taxi zu bekommen. Es kann halt auch mal passiern, das es mitten auf der Straße stehen bleibt und du halt gucken musst, wie du dahin kommst. Und um hier ein Taxi zu bekommen, muss man sich am besten an den Straßenrand (oder auf die Straße) stellen und die Hand rausstrecken. Das Taxi hat uns dann also in die Altstadt zu der Schuhstraße gefahren und wir haben nur 13000 Dong gezahlt, also umgerechnet ca. 50cent=)
Die Schuhstraße wird ihrem Namen definitiv gerechet. Wo man hin guckt, überall nur Schuhe. Vorallem haben die hier echt richtig gut gefälschte Markenschuhe, wie Adiadas, Nike, Converse usw. Hab mir erstmal nur ein paar Schuhe für ca. 6€ gekauft. Hab ja noch viel Zeit, um mich mit weiteren Schuhen einzudecken. Was ich sehr lustig, aber auch recht aufdringlich fand war, dass die Verkäufer einem immer direkt beim Schuhe anziehen geholfen haben und die einem den Schuh andrehen wollten, obwohl der zu klein war. Aber was mich sehr erfreut ist, dass es hier alle Schuhe in meiner Größe gibt und ich teilweise sogar nachfragen musste, ob sie die Schuhe eine Nummer Größer haben. Das kann mir in Deutschland nicht passieren=)
Danach waren wir noch in einem Restaurant essen, wo anscheinend nur Touristen hingehen. Es sah aber auch sehr einladend aus. Da hab ich dann endlich mal wieder Spaghetti gegessen=) Eigentlich vermiss ich das deutsche Essen noch nicht so richtig, aber lecker war es trotzdem. Allerdings gibt es hier doch einige Sachen zum essen, an die ich mich noch gewöhnen muss. Vielleicht schmecken sie mir dann ja irgendwann.
Als wir fertig waren hatte Mi mich in ein Taxi gesetzt und ich bin das erste Mal hier alleine Taxi gefahren. Eigentlich war es nicht so spannend, da Mi dem Fahrer die Adresse schon gesagt hatte und vorab einen Preis ausgemacht hatte. Das schwierige war nur, dass er nicht so genau den Weg kannte und ich ihm dann versucht hab zu erklären, wie er fahren muss. Bin ja im Endeffekt heil zu Hause angekommen und hab nur 2€ bezahlt.
Als ich dann zu Hause war, war ein großer Teil der Familie meines Gastvaters zu besuch, also seine Nichten und Neffen und so. Sein Bruder und die Frau seines Bruders haben früher für 7 Jahre in der DDR gelebt und sprechen ein bißchen Deutsch, wobei ich den Bruder noch nicht kennen gelernt habe. Eine der Nichten (22 Jahre) meines Gastvaters spricht auch recht gut Englisch. Ich hab mich also zum ersten Mal richtig wohl gefühlt, weil ich mich unterhalten konnte und etwas über meine Gastfamilie erfahren konnte und sie über mich. Hanh, also seine Nichte, hat mir auch direkt angeboten ihre Freunde kennen zu lernen und mit ihr mal weg zugehen. Vorallem hab ich von ihr erfahren, dass ich mich ruhig mit Freunden treffen kann und weg gehen kann, dass es aber hier in Vietnam nicht üblich ist Nachts Feiern zu gehen. Außerdem sollen hier fast alle Geschäfte schon um 24Uhr geschlossen haben. Also denke ich, dass mein Gastvater doch nicht so streng ist und ich auch mal bis 24Uhr weg darf=)
Zum Schluss, wurde ich noch eingeladen am Samstag zu der Familie von Hanh zu gehen.
Im Großen und Ganzen, war der gestrige Tag echt ein gelungener Tag, an dem ich mich so richtig wohl gefühlt hab!!!

Montag, 21. September 2009

Verkehr in Ha Noi (um einen kleinen Einblick zu bekommen)

19. und 20.09

Samstags und sonntags muss ich nicht arbeiten. Als ich allerdings am Samstag trotzdem schon um 7Uhr geweckt wurden bin, hat Chú Dũng (mein Gastvater) mir versucht auf Englisch zu schreiben, dass er jetzt arbeiten gehen muss und ich mit den Kindern zu Hause bleiben soll und mit ihnen spielen soll. Also war ich den ganzen Samstag zu Hause, hab mit den Kindern gespielt und Fernsehen geguckt, wobei ich nichts verstehen konnte. Am Abend, vor dem Essen, sind meine Gastmutter, meine kleine Gastschwestern und mein kleiner Gastbruder noch zu einem See gelaufen, der hier in der Nähe ist. War eigentlich echt ganz schön, vor allem aus dem Haus mal raus zu kommen. Um den See herum war noch ein kleiner Park und fast alle Leute, die man dort gesehen hat, haben Sport getrieben. Aus einer Seite des Sees war eine Hüpfburg aufgebaut, man konnte so was wie Autoskooter fahren und eine kleine Eisenbahn zum fahren für die Kinder war aufgebaut. Daneben war eine große Gruppe, die gerade an einem Gymnastikkurs teilgenommen hat. Hier wird so was halt draußen im Park gemacht=).

Eigentlich hatte ich vor mit Duy und seinen Freunden zum Karaoke singen mitzugehen, allerdings hatte Duy meinen Gastvater, der übrigens nach der Arbeit nicht nach Hause gekommen war, nicht erreicht, um ihn nach seiner Erlaubnis zu fragen. Also hab ich auch den Samstagabend zu Hause verbracht.

Heute (20.09.), konnte ich dann bis 8Uhr schlafen, wobei das aber, glaub ich, nicht gerne gesehen wird. Also war ich wieder erstmal zu Hause. Hier in Vietnam ist es üblich, sehr früh aufzustehen, dafür aber nach dem Mittagessen, was meistens gegen 12Uhr stattfindet, ein Mittagsschläfchen zu machen. Daran kann ich mich nun wirklich gewöhnen=)

Nachdem es dann zum Mittagessen zur Abwechslung keinen Reis, sondern Reisnudelsuppe gab, haben dann alle ein Mittagsschläfchen gehalten.

Als ich dann von Christopher geweckt wurden bin, hatte er mir erzählt, dass die restliche Gruppe jetzt in der Altstadt sei. Also wollte ich auch dort hin, endlich mal wieder die anderen sehen. Zum Glück hatte dann per Zufall Duy angerufen und konnte so dann vorbei kommen und das mit meinem Gastvater klären. Also hatte ich auch nicht mehr das Problem, wie ich denn zum Hoan Kiem See kommen soll. Dort haben wir uns dann mit den Anderen getroffen und haben in verschiedenen Straßenlokalen etwas getrunken. Endlich hatten wir uns wieder getroffen=). Am Abend wollten dann alle Sushi essen gehen. Da der japanische Laden in der Nähe von Duys Hotel ist, sind wir mit dem Roller schon einmal vorgefahren, da die anderen ja mit dem Bus fahren mussten. Duy und ich hatten keinen Hunger auf Sushi und sind dann also Phớ (Nudelsuppe) essen gegangen. Danach hatten wir uns dann beim japanischen Restaurante mit den anderen getroffen, wo dann auch Mi hinzugekommen ist. Duy und ich konnten allerdings nur eine halbe Stunde bleiben, da er mich wieder nach Hause fahren musste, damit ich gegen 21Uhr zu Hause war.

Als Fazit von den letzten Tagen, kann ich sagen, dass ich mich so langsam hier wirklich einlebe und wohl fühle, das Einzige was mich wirklich stört, ist dass ich immer so früh zu Hause sein muss. Aber so langsam fang ich an, ein ganz kleines bisschen vietnamesisch zu verstehen.

Jetzt werde ich noch ein bisschen Vietnamesisch lernen und danach schlafen gehen, da ich morgen wieder arbeiten muss.

Freitag, 18. September 2009

so langsam wirds

Gestern hat mich Duy von der Arbeit abgeholt und hat mir ein bißchen von Ha Noi gezeigt. War echt super interessant. Jetzt hab ich wenigstens mal was gemacht. War ja sonst nach der Arbeit immer nur Zuhause.
Als erstes sind wir mir einen Stadtplan kaufen gegangen, damit ich mal eine Ahnung hab, wo ich überhaupt wohne. Danach sind wir zu einem größeren Kaufhaus gefahren, das wie Kaufhof bei uns ist. Dort sind die Preise auch wie bei uns. Das Kaufhaus war in der Nähe vom Hoa Kiem See, wo wird dann danch hingegangen sind. Ist super schön dort, vorallem wenns schon dunkel. Dort in der Gegend, also so zusagen die Altstadt, gibt es recht viele Touristen und Läden für Touristen. Den ganzen Abend wollten mir Verkäufer irgendwas andrehen, weil sie in mir eine reine Goldgrube sehen=) Schon sehr amüsant. Nachdem wir schon halb um den See gelaufen sind, haben wir uns in eine Bar gesetzt, die eig. nur Insider kennen, weil die total verstckt ist. Also wenn man nicht weiß wo das ist, gibt es auch keine Möglichkeit die zu finden=) Also haben wir ca. im 6. Stock, oder so, etwas getrunken und hatten einen sehr schönen Ausblick über den Hoa Kiem See. Ich glaub wir haben gerade mal 3€ oder so bezahlt für 2 Eistees. Und das ist schon recht teuer hier. Nach dem wir dann den See komplett umrundet hatten, sind wir zu dem größten Kaufhaus in Ha Noi gefahren. Das war total westlich, aber trotzdem schön. Die Preise sind halt auch wie in Deutschland. Dort haben wir dann auch zu Abens gegessen und haben glaub ich nur 6€ für 2 Gerichte bezahlt. Man kann also echt nicht meckern. In dem Kaufhaus gibt es auch noch eine total große Spielhalle, die man nicht mit den Spielhallen in Deutschland vergleichen kann. Dort sind halt hautsächlich Kinder und Jugendliche. Da sah es echt wie auf einer Kirmes oder so. Danach musste Duy mich auch schon wieder nach Hause fahren, da ich immer um 22Uhr Zuhause sein muss, wegen Respekt und Verantwortung und so. Ich hoffe, dass sich das im Laufe der 8 Monate ändern wird. Denn alle die mich kennen, wissen ich hab es nicht so mit Regeln von den den Eltern=) Wie es hier in Vietnam üblich ist, ist Duy dann noch mit Rein gekommen und musste sich mit meinem Gastvater unterhalten, damit er weiß, wenn ich mit Duy unterwegs bin, bin ich in guten Händen. Allerdings spricht Duy nicht so gut Vietnamesisch und hat deswegen nur 30%, oder so, verstanden. Also weiß ich auch nicht so gut, wodrüber die sich unterhalten haben=) Auf jeden Fall macht mein Gastvater sich sorgen, dass ich hier total abmagere und meine Familie in Deutschland sich dann sorgen macht und etwas Falsches von meiner Gastfamilie denkt. Aber ich glaub, dass kann mir nicht passieren=)...
Heute hab ich endlich mal etwas von den anderen gehört, die mit mir nach Ha Noi geflogen sind. Sie wohnen ca. 2h von mir entfernt, also seeeeeeehr weit weg. Das Problem ist, dass sie eigentlich recht außerhalb von Ha Noi wohnen und ich ralativ im Zentrum. Wir müssen mal gucken, ob wir das schaffen uns zu treffen. Dann war ich gerade in meiner Pause mit Duy etwas trinken und hab für einen Eistee nur 40cents bezahlt. Ich glaub an die Preise hier kann ich mich echt gewöhnen.Endlich konnte ich mir dann auch eine Sim Karte für mein Handy holen, damit ich auch hier telefonieren kann und erreichbar bin. Ich hab für die Sim Karte nur 50.000Dong bezahlt, dass umgerechnet 2€ sind und hatte dann als Guthaben aber 150.000Dong drauf. Sehr praktisch und günstig=) Vor allem kostest hier eine SMS nur 700Dong also ca. 3Cent=)

Als Chú Dũng und ich dann nach der Arbeit nach Hause gefahren sind, hab ich die krasseste Rushhour überhaupt mitbekommen. Wir mussten sogar einen Umweg fahren, weil wir sonst nicht weiter gekommen wären. Normalerweise brauchen wir von dem Verlag 15min nach Hause, da haben wir über eine halbe Stunde gebraucht. Nächsten Freitag, werde ich auf jeden Fall mal versuchen, die Rushhour zu filmen.

Abends war ich dann mit meiner Gastmutter, meinen Gastgeschwistern und Freunden von denen hier im Viertel auf einem kleinen Markt. War ganz niedlich und so hab ich ein bisschen von dem Viertel hier gesehen. Alle Leute starren mich immer total an, weil hier nur Vietnamesen wohnen und sich hier hin auch kein Tourist verirrt.
Morgen Abend wollte Duy mich zum Karaoke singen mitnehmen, weil er dort auch mit Freunden hingeht, die Deutsch sprechen. Ist halt eine gute Möglichkeit für mich Vietnamesisch zu lernen und Kontake zu knüpfen, allerdings weiß ich nicht, ob ich von meinem Gastvater aus darf. Also kann es gut sein, dass ich den Samstag Abend zu Hause verbringe...Ich hoffe einfach das beste!

Donnerstag, 17. September 2009

1. Tag in Hanoi

Heute (16.09.09) war mein erster richtiger Tag in Ha Noi. Ich musste schon um 7Uhr aufstehen, da ich heute schon mit der Arbeit im Verlag angefangen habe. Mein Gastvater, mein Gastbruder und ich haben dann heute Morgen zusammen gefrühstückt. Es gab so was Ähnliches wie Milchbrötchen, die mit irgendetwas Süßem gefüllt waren, und extrem süße Milch aus Tüten. War schon ein bisschen komisch, aber im Großen und Ganzen hat es ganz lecker geschmeckt.

Danach sind wir dann mit dem Roller los gefahren. Da wir meinen Gastbruder noch in den Kindergarten bringen mussten, sind wir zu dritt auf dem Roller gefahren. Der kleine saß ganz vorne, dann mein Gastvater und dann ich. Ist schon sehr seltsam, aber ich mein es hat ja funktioniert und außerdem transportieren die Vietnamesen auf ihren Rollern noch ganz andere Sachen (Schränke, große Spiegel etc.). Als wir den kleinen am Kindergarten abgeliefert hatten sind wir weiter zum The Gioi Verlag gefahren, dort wo ich jetzt arbeite und mein Gastvater auch. Den Verkehr kann man gar nicht richtig beschreiben, aber auf einem Roller ist es noch viel krasser zu fahren als in einem Auto. Ich werde mal versuchen den Verkehr zu filmen und auch online zustellen. Wirkliche Verkehrsregeln gibt es hier nicht, wobei sich aber zum größten Teil an die Rotphasen gehalten wird, aber auch nicht immer. Hier gibt es an den Ampeln Countdowns, die runterzählen bis die jeweilige Phase zu ende ist. Aber so etwas wie einen rechts oder links Verkehr gibt es hier nicht. Die fahren einfach kreuz und quer, wie sie gerade Lust haben und wie es gerade passt. Als Europäer mag man gar nicht meinen, dass diese Art des Verkehrs wirklich funktioniert, aber es klappt erstaunlich gut.

Was aber ein wenig nervig ist, aber da muss ich mich wahrscheinlich dran gewöhnen, dass man die ganze Zeit angestarrt wird, als käme man von einem anderem Planeten. Allerdings hab ich doch schon einige Nicht-Asiaten hier gesehen, aber denen geht’s wahrscheinlich genauso wie mir.

Naja, als wir dann im Verlag angekommen waren, war fast noch keiner da. Ich müsste eigentlich auch erst um 9Uhr anfangen, aber da mein Gastvater schon um 8Uhr da sein muss, muss ich halt mit ihm fahren. Aber auch nur solange, bis ich mir zu traue alleine mit dem Bus zu fahren. Wird wahrscheinlich auch noch mal sehr interessant werden.

Ich wurde also direkt an meinen Arbeitsplatz gebracht, wo ich erst einmal im Internet surfen konnte, da ich zu Hause im Moment nicht mit meinem Laptop ins Internet komme.

Als nächstes wurde mir der Chef vorgestellt, welcher zum Glück fließend Englisch spricht, genauso wie auch mein Betreuer. Dann hab ich Bücher bekommen, die meine Vorgängerin (an der Stelle schöne Grüße an Diep) bereits übersetzt hat. Mi und ich werden diese Bücher zu ende übersetzten, da es sich um eine Serie von Büchern handelt, die über die meist gestellten Fragen über die Vietnamesische Kultur ist.

Eigentlich hätte ich heut noch nicht mit dem Übersetzten anfangen müssen, aber ich hatte ja sowieso nichts zu tun. Ich werde die Bücher von Englisch auf Deutsch übersetzten.

In dem Verlag arbeiten noch eine Mädchen aus Frankreich, welche in Deutschland studiert hat, eine aus Amerika und noch ein älterer Mann aus Amerika. Ich glaub da kommen noch welche hinzu, aber das waren die, die ich bereits kennen gelernt hab.

Ich werde auch mit Mi und noch einem anderen Mädchen abwechselnd Englisch an ein paar Verlagsmitarbeiter unterrichten. Heute musste ich es schon, unvorbereiteter Weise, machen, aber zum Glück war Mi noch mit dabei. Ich werde mich heute auch schon mal drauf vorbereiten, falls ich morgen wieder unterrichten muss.

Um 12Uhr gibt es immer Mittagessen im fünften Stock, oder höher, des Verlages. Dort essen dann alle Mitarbeiter. Nach dem Essen machen viele ein Mittagsschläfchen auf Feldbetten oder machen irgendetwas anderes. Mi und ich sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben uns umgeguckt. Im Nachhinein, wäre es doch besser gewesen hätte ich geschlafen, da ich danach beim übersetzten fast eingeschlafen bin. Die Pause geht insgesamt bis 14Uhr. Normalerweise muss ich nur bis 16.30Uhr arbeiten, aber da ich wieder auf meinen Gastvater warten muss, musste ich doch bis 17Uhr arbeiten.

Als wir nach Hause gekommen sind, hab ich ein wenig mit meinem kleinen Gastbruder gespielt. Mir wurde schon gesagt, dass er mich wohl sehr gern hat, was ich auch daran merke, dass er gar nicht mehr von meiner Seite weichen möchte. Er ist auf jeden Fall total niedlich. Ich versteh ihn zwar nicht und er mich nicht, aber irgendwie klappt das schon. Er ist zwar auch einige Male etwas lauter geworden, weil ich ihn einfach nicht verstanden hab und ihn das anscheinend genervt hat.

Um 19Uhr gibt es immer Abendessen, was sehr lecker ist. Und meine Gastfamilie versucht auch schon fleißig mir vietnamesisch beizubringen, was manchmal nach hinten losgeht=), weil ich es einfach nicht verstehe.

Was ich sehr erstaunlich finde ist, dass die Kinder eigentlich fast den ganzen Tag in der Schule sind. Sie gehen von morgens bis nachmittags in die Schule, dann sind sie für eine Weile zu Hause und dann gehen sie bis spät Abends in die Schule, ich glaube bis 21Uhr, oder so. Hier wird sehr viel Wert auf eine gute Bildung und Erziehung gelegt.

Heute hat es fast den ganzen Tag geregnet, aber ich finde das eigentlich ganz angenehm, dann kommt nämlich ein bisschen kühle Luft in mein Zimmer. In jedem Zimmer hier stehen mindestens zwei Ventilatoren, was auch dringend nötig ist.

Gestern Abend hat es noch richtig heftig geregnet und gewittert. Mein erstes Unwetter hier in Vietnam…

Ich hab mich sehr darüber gefreut, als ich heute erfahren hab, dass ein Freund aus Deutschland (schöne Grüße an Duy) im Moment auch hier in Ha Noi zum arbeiten ist. Das heißt, er kann mir dann mal ein bisschen die Stadt zeigen und ich hab ein vertrautes Gesicht hier. Denn die anderen Freiwilligen von uns, also eigentlich alle bis auf Mi, leben zusammen in einem großen Haus und ich hab keine Ahnung wo, denn ich hab von denen noch nichts wieder gehört. Ich hoffe das wird sich bald ändern. Was ich nicht gedacht hätte war, das mein Gastvater mir erlaubt mich mit anderen Leuten zu treffen. Ich glaub meine Gasteltern sind ziemlich locker drauf und versuchen mir so gut es geht meinen Freiraum zu lassen. Meine Gastmutter schickt mich immer hoch in meine Zimmer. Ich bin mir noch nicht sicher, ob sie das macht, weil sie mich nicht unten haben will, oder weil sie mir Zeit für mich zum ausruhen geben will. Ich hoffe einfach mal, dass das zweite zutrifft, denn ich hab es schon einige Male dankend abgelehnt.

Auf jeden Fall fühle ich mich Heute schon besser als Gestern und hoffe einfach mal, dass ich mich schnell einleben werde und das hier als mein zurzeit neues Zuhause ansehen kann.

Meine Gastfamilie sagt mir ja auch, dass ich mich einfach wie zu Hause fühlen soll.

Ich hoffe, dass ich es morgen schaffen werde, meinen Blog zu erstellen um die Einträge endlich online stellen zu können.

Ankunft in Ha Noi

Als wir in Ha Noi angekommen sind (15.09.09), konnten wir erst einmal niemanden finden, der uns abholten wollte. Wir hatten schon befürchtet, dass unseren Betreuern in Vietnam nichts von der Verzögerung erzählt wurden ist und sie uns nicht abholen kommen würden. Über einen Touristeninformationsstand konnten wir dann unsere Betreuer anrufen und glücklicherweise erfahren, dass sie bereits auf dem Weg zum Flughafen waren.

Ich wurde dann von Mi (ebenfalls eine Freiwillige, die schon seit 2 Wochen hier ist), von meinem Betreuer im Verlag und von meinem Gastvater abgeholt. Damit hat sich dann mein Weg von der restlichen Gruppe getrennt, da diese von ihrer Betreuerin von der Uni abgeholt wurden und zu dem Haus gebracht wurden, in dem sie wohnen werden.

Wir sind dann auch direkt zu dem Haus meiner Gastfamilie gefahren und ich durfte erste Einblicke von dem Verkehr hier in Ha Noi gewinnen. Ich kann nur sagen sehr chaotisch, unübersichtlich und beängstigend.

Meine Gastfamilie wohnt ziemlich im Zentrum von Ha Noi. Ich habe auch noch drei Gastgeschwister, 2 Mädchen (17Jahre + 8Jahre) und ein Junge (ca. 5 Jahre). Die Familie ist super nett, allerdings gibt es noch starke Verständigungsprobleme. Im Moment bin ich ehrlich gesagt auch noch ziemlich überfordert mit der Situation. Das Haus hat vier Stöcke ist aber trotzdem sehr klein, da es sehr schmal gebaut ist. Hier ist es normal die Häuser in die Höhe zu bauen auf Grund des Platzmangels. Mein Zimmer ist auch recht klein, allerdings hab ich ein Badezimmer mit WC und Dusche und ich hab das Zimmer auch für mich alleine.

Das Wetter hier ist sehr heiß, obwohl ich mir sagen lassen hab, dass es heute recht kühl im Vergleich zu sonst gewesen sein soll. Ich persönlich finde es sehr heiß und könnte alle 10min. duschen gehen.

Unternommen haben wir heute noch nichts, da ich erst einmal ankommen muss, aber morgen geh ich wahrscheinlich schon arbeiten. Ich freu mich schon die Stadt ein bisschen zu erkunden und meine erste Rollerfahrt hier zu machen.

Jetzt muss ich aber erst einmal schlafen, da ich schon wieder um 7Uhr aufstehen muss.

Verschleiert

Heute (14.09.09) hatten wir uns vorgenommen den Tag in Bahrain zu nutzen um uns mal die Gegend anzuschauen. Allerdings hatten wir die Empfehlung bekommen das Hotel lieber nicht zu verlassen, da die Hitze nicht zum aushalten wäre. Zum Glück haben wir nicht auf die Empfehlung gehört und haben den Aufenthalt für ein bisschen Kultur und Religion genutzt.

Wir sind also ohne irgendwelche Informationen aus dem Hotel raus marschiert und haben zuerst nur Baustellen und viel Müll gesichtet. Dann haben wir aber eine Moschee gefunden in die sogar Touristen rein dürfen. Wir Mädchen wurden am Eingang erst einmal von einer Frau neu eingekleidet. Wir haben ein bis zum Boden langes, schwarzes Gewand anbekommen und eine Art Kopftuch, mit dem wir unsere Haare zum größten Teil bedecken mussten. Man glaubt gar nicht wie verdammt heiß es unter diesen Kopftüchern ist und ungewohnt sah es auch aus. Aber es war eine sehr interessante Erfahrung einmal komplett verschleiert zu werden.

Was uns dann auch noch besonders gefreut hat war, dass wir eine Führung von einem englischsprachigen Guide bekommen haben. Anfangs durften wir in die Gebetsräume und bei einem Gebet zugucken. Wir Mädchen mussten zu den Frauen gehen und die Männer durften in dem großen Gebetssaal bei den Männern zugucken.

Nach dem wir uns kulturell weiter gebildet hatten, mussten wir unbedingt einen Supermarkt aufsuchen, um uns mit Wasservorräten zu versorgen. Allerdings hatten wir anfangs vermutet, dass sich das Wasser kaufen als sehr schwierig herausstellen würde, da in Bahrain noch Ramadan war und damit die Muslime tagsüber weder essen noch trinken dürfen.

Zum Glück hatten Jessi und Adrian schon vorher einen Supermarkt gefunden, wo wir uns dann endlich was zu Trinken kaufen konnten. Ich glaub zwar, dass ich von dem Verkäufer abgezockt wurden bin, da ich zwar mit Euros zahlen durfte, der Verkäufer das aber nicht wirklich richtig umrechnen konnte, aber trotzdem hat der Einkauf erstaunlich gut funktioniert. Das könnte natürlich daran liegen, dass dort alle Englisch sprechen.

Bin zum Abend, also bis wir wieder abgeholt wurden sind, haben einige die Zeit im Pool oder auch mit schlafen verbracht. Dreimal dürft ihr raten, womit ich die Zeit verbracht hab…=)

Zum Glück hat dann von dort an wieder alles geklappt. Wir sind gut in Bangkok angekommen und haben dort dann auch einen neuen Flug gestellt bekommen, sodass wir dann in Ha Noi um 13.40Uhr Ortszeit endlich angekommen sind.

Ich bin jetzt total müde und kaputt, da ich nicht wirklich viel und nicht wirklich gut geschlafen habe.

Anreise ohne Ziel in Sicht

Gestern, also am 13.9., haben mich Dirk, Minh Tan, Melody und Enna, nach dem wir um 5Uhr aufgestanden sind, zum Flughafen Frankfurt a.M. gefahren. Nach dem wir uns auf Grund einer Sperrung der A3 ein Paar Mal verfahren hatten, sind wir dann letztendlich doch noch pünktlich am Flughafen angekommen. Dort warteten schon Fabi und Tina (ebenfalls Freiwillige), mit denen ich dann gemeinsam mit meiner Familie auf den Rest der Bande gewartet hatte (insgesamt sind wir 12 Leute). Zeitpunkt des Treffens war 9 Uhr, allerdings trafen die letzten dann doch erst eine halbe Stunde später ein. Endlich konnten wir einchecken. Wobei Fabi und ich erst einmal unser Handgepäck leeren mussten, damit wir nicht mehr als die erlaubten 6kg dabei hatten. Nach dem Check-In haben wir es dann wieder aufgefüllt, da es denen ziemlich egal war, wie schwer unser Handgepäck war.

Damit ich noch ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen konnte, hab ich mich dann von der Gruppe abgekapselt und wir waren dann noch was essen. Die Verabschiedung verlief dann recht schnell und auch ohne Tränen…Ich glaub die Aufregung hat jede Traurigkeit verdrängt.

Unser Flug sollte um 11.30Uhr abfliegen, dabei sollte es aber nicht bleiben, wie sich im Laufe des Tages raus stellte…

Nach dem wir schon fast halb 12 hatten und gespannt am Gate 5 saßen kam eine Durchsage, dass wir zu Gate 4 gehen müssen und der Flug doch erst um 12.30 Uhr los fliegen soll. Also war noch eine weitere Stunde warten angesagt. Um 12.35 Uhr kam die nächste Durchsage, dass der Flug sich noch mal verzögern würde und wir erst um 13.30 Uhr los fliegen. Da haben wir uns schon Gedanken gemacht, ob wir unseren Anschlussflug denn in Bahrain noch bekommen würden, da wir zum Umsteigen nur 2h und 15min gehabt hätten. Aber so wie wir ja sind, haben wir positiv gedacht und gehofft…

Nur leider haben wir vergeblich gehofft. Denn um 13.40 Uhr kam die dritte Durchsage, dass wir erst um 15 Uhr fliegen werden. Damit war uns sofort klar, dass wir unseren Anschlussflug nicht mehr bekommen werden.

Obwohl ich nicht mehr dran geglaubt hatte, hoben wir kurz nach 15 Uhr vom Frankfurter Flughafen hab. Wir sind insgesamt bis Bahrain 6 Stunden geflogen, welche ich zum größten Teil mit Schlafen verbracht hab (Wer hätte das wohl gedacht…).

Am Flughafen in Bahrain angekommen haben wir dann erfahren, dass wir den nächsten Flug erst am nächsten Tag um 20.45 Uhr nehmen können, also genau einen Tag später als geplant.

Jetzt sitz ich also auf meinem Bett im Hotel Pars auf Bahrain und lasse den chaotischen Tag noch mal Revue passieren.

Durch den verpassten Flug musste uns die Airline, übrigens GulfAir, ein Hotel für die Nacht zur Verfügung stellen. Das ist allerdings nicht alles. Den Transfer zum Hotel und wieder zurück, ein Visum für den nächsten Tag, Abendessen, Frühstück und Mittagessen haben wir ebenfalls von der Airline gestellt bekommen. Eigentlich find ich das ganz gut, so einen Tag Aufenthalt in Bahrain, das Problem ist nur, dass wir unsere Koffer nicht haben und damit absolut gar keine Sachen zum wechseln oder ähnliches haben. Wobei ich neben bei erwähnen muss, dass wir hier auch noch mitten in der Nacht fast 40°C haben und man sich wie in den Tropen fühlt. Man ist 5min an der Luft und klebt sofort am ganzen Körper. Aber da müssen wir halt jetzt durch. Dann kommen wir halt am Dienstag, hoffentlich am Dienstag, mit dem Klamotten von Sonntag in Ha Noi an…

Gerade saßen wir noch alle zusammen und haben mit echten arabischen Shishas den Tag ausklingen lassen und jetzt werde ich endlich schlafen gehen…