Donnerstag, 31. Dezember 2009

Happy New Year

Ich wünsch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und schonmal ein frohes Neues Jahr!

Chúc mừng năm mới!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Merry Christmas!

Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und ein schönes, friedliches und besinnliches Fest!

Hier ist nicht wirklich eine Weihnachtsstimmung, da es hier nicht gefeiert wird und wir über 20°C haben=D

Frohe Weihnachten
Merry Christmas
Chúc các bạn giáng sinh vui vẻ

Sonntag, 20. Dezember 2009

Hai Phong

Letztes Wochenende war ich mit ein paar Freunden vom Tanzen in Hai Phong. Hai Phong ist ungefähr 100km von Hanoi entfernt und man braucht mit dem Bus so 1 1/2 Stunden. Ich bin am Samstag bin drei Freunden dort hingefahren. Wir waren dann so gegen 18Uhr in Hai Phong und haben uns dann dort mit Freunden getroffen und sind mit denen zum Training gegangen. Danach sind wir dann ein bisschen rumgelaufen und haben zu Abend gegessen. Hai Phong ist echt ne schöne Stadt. Viel sauberer und ruhiger als Hanoi. Vor allem gibt es dort weniger Roller als hier, obwohl es trotzdem noch viele sind. Aber dort fahren halt auch mehr Leute mit dem Fahrrad. Und was mal wieder richtig schön war, frische Luft atmen zu können und Sterne zu sehen=). Beides ist in Hanoi nämlich nicht vorhanden =P. Ich hab dann mit einer Freundin bei einer anderen Freundin aus Hai Phong geschlafen und die Jungs haben bei ihren anderen Freunden geschlafen. Da es hier nämlich üblich ist, dass Jungen und Mädchen selbstverständlich nicht zusammen in einem Raum schlafen =P. Aber das Mädchen, bei der wir geschlafen haben war super nett und hat uns freundlich empfangen, obwohl wir sie vorher noch nie gesehen hatten. Das einzige blöde war nur, dass wir bei ihrem Vater schlafen mussten, der in der Nachschicht war, aber um 6Uhr morgens wiedergekommen ist und wir dann das Zimmer räumen mussten. Wir konnten dann zwar ein Stockwerk weiter unten wieder weiter schlafen, allerdings war ich dann schon einmal wach und konnte nicht mehr schlafen. Also hatte ich effektiv nur 5h geschlafen und da ich sowieso immer recht wenig schlafe, war das echt hardcore =P. Am nächsten Morgen wurden wir dann abgeholt und wurden zu den Jungs wieder gebracht. Den Sonntag hatten wir dann hauptsächlich mit rumgammeln verbracht, bis wir dann am Mittag zu der Tanzveranstaltung gegangen sind, welche unser eigentlicher Grund für die Fahrt nach Hai Phong gewesen war. Dort haben wir uns dann noch mit vier anderen Freunden, mit denen ich auch in Hanoi trainiere, getroffen, da die erst am Sonntag nachgekommen sind. Das Event war an sich ziemlich klein, also es waren nicht gerade viele Leute da, aber es war trotzdem sehr lustig, auch wenn ich einfach viel zu müde gewesen bin. Abends waren wir dann noch was essen und sind dann mit Bigtoe Crew, die bekannteste Tanzgruppe in Hanoi (was mich persönlich nicht wirklich interessiert, da ich die alle recht arrogant finde =P) wieder zurück nach Hanoi gefahren, da die sich für den Trip ihren eigenen Bus gemietet hatten und noch Plätze frei waren.

Es war wirklich ein gelungener Trip, der super viel Spaß gemacht hat.

Montag, 7. Dezember 2009

Für meine liebste Anni

Ich glaube, ich lass das Video einfach für sich sprechen=P



Samstag, 5. Dezember 2009

Liegender Mond

Das wollte ich schon länger geschrieben haben, hab es aber immer wieder vergessen.

Wenn man sich hier den Halbmond anguckt, sieht man ihn nicht wie in Deutschland. Bei uns in Deutschland zeigen die Spitzen des Halbmondes immer nach Rechts oder Links, je nach dem ob gerade ein abnehmender oder zunehmender Mond zu sehen ist. Hier sieht man den Mond so, als würde er liegen. Das heißt, die Spitzen zeigen nach Oben. Ich glaube, sie zeigen sogar immer nach Oben, denn einen nach Unten zeigenden Mond hab ich hier noch nicht gesehen. Das hört sich zwar nicht spektakulär an, sieht aber sehr spektakulär aus. Da es ein total ungewohnter Anblick ist. Und irgendwie fasziniert mich der Anblick total.

So sehen wir den Mond in Deutschland...

Und so ungefähr, nur nicht so rot, sehen wir den Mond in Vietnam


A Christmas Carol

Also erstmal wurden am Mittwoch alle Freiwilligen von unserem Direktor von KUE zum Essen eingeladen. Wir haben in einem Restaurant am Westlake gegessen. Und man kann wirklich nur sagen, dass dieses Restaurant einfach gigantische Ausmaße hat. So ein riesiges Restaurant hab ich echt noch nie gesehen. Es befindet sich am Wasserpark, übrigens der einzige in Hanoi, am oberen Teil vom Westlake. Ich bin direkt von der Arbeit dort hingefahren. Normalerweise braucht man vielleicht 20min, wenn es hoch kommt, eine halbe Stunde. Da ich mich aber direkt in der Rushhour befand, hab ich eben mal über eine Stunde gebraucht und bin dadurch auch zu spät gekommen. Allerdings war ich zum Glück nicht die einzige, die in der Rushhour feststeckte. Was besonders ärgerlich war, war dass ich schon auf der Straße des Restaurants war, dort aber bestimmt eine halbe Stunde im Stau steckte. Laufen konnte ich auch nicht, da die Straße verdammt lang ist und, wie ich im Nachhinein bemerkt habe, hätte ich es niemals gefunden…=P

Dort angekommen, war ich echt begeistert von dem Restaurant und als Mi mir dann noch erzählte, dass es ein Buffetessen ist, wusste ich, der weite Weg hat sich gelohnt=D

Im Restaurant sind wir „alten“ Freiwilligen dann auf die „neuen“ Freiwilligen gestoßen, welche am Montag in Hanoi gelandet sind. Sie wohnen allerdings nicht in Hanoi, sondern in der Hafenstadt Hai Phong, ungefähr 100km von Hanoi entfernt. Worum ich die Neuen echt beneide, Hai Phong liegt am Meer. Das Heißt, sie können theoretisch zum Strand laufen. Die neuen sind aber alle echt super nett und sympatisch und wir hoffen natürlich alle, dass man sich schnell wiedersieht.

Naja, zurück zum Essen =P. Das Buffet war einfach riesig und es gab alles, was das Herz begehrt. Natürlich hauptsächlich asiatisches Essen. Man konnte Sushi, Nem (Frühlingsrollen, welche ich mittlerweile aber nicht mehr sehen kann), alles Mögliche an Fleisch, Meeresfrüchte, man konnte sich seine eigenen Suppen zusammenstellen, Spaghetti, Pizza und einfach alles essen =P. Und ich habe sogar Schweineohr gegessen, welches ich nach einem Bissen am dankend stehen gelassen hab. Wovon ich aber am meisten geschwärmt hab, war das Dessertbuffet… Einfach ein Traum aus allen Möglichen Obstsorten, Naturjoghurt (ohne Zucker, den man hier normalerweise nicht wirklich bekommt), Kuchen und Pudding. Danach dem Essen waren wir alle so voll, dass wir einfach alle nur noch nach Hause und schlafen wollten=) War auf jeden Fall, ein sehr gelungener Abend.

So, jetzt aber zu meinem Titel des Eintrages. Gestern waren wir dann mit allen „alten“ Freiwilligen in der Oper von Hanoi und haben uns „A Christmas Carol“ von Charles Dickens angeguckt, welches von dem TNT Ensemble aus London aufgeführt wurden ist. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Aufführung. Enttäuschend war nur, dass die Oper sehr leer war. Es waren definitiv nicht viele Leute bei der Aufführung. Allerdings gut für uns war dann, dass wir Karten für die billigsten Plätze gekauft hatten, uns aber auf die teureren Plätze setzten durften, weil es halt so leer war =D. Durch die Aufführung hat man wenigstens ein bisschen Weihnachtsatmosphäre bekommen, die man hier, vor allem bei dem recht warmen Wetter (worüber ich mich nicht beschweren möchte =P), nicht wirklich bekommt. Obwohl man mal vereinzelt ein paar Hotels oder Restaurants sieht, welche sehr westlich sind, die für Weihnachten geschmückt haben. Ich bin wirklich mal gespannt, wie das Weihnachten hier so wird. Aber wir Freiwilligen werden den Weihnachtsabend auf jeden Fall zusammen verbringen und Wichteln werden wir sogar auch=) Und wenn die Päckchen von unseren Eltern rechtzeitig ankommen, haben wir sogar original Deutschen Lebkuchen und noch so eine ganze Menge an anderes Weihnachtsgebäck =D.

Montag, 23. November 2009

Workshop, Lehrertag, Con Son, Kuheuter

Am Dienstag letzte Woche (17.11.) habe ich bei einem Workshop mitgemacht. Es waren zwei Tänzerinnen aus Frankreich hier, die dann halt den Workshop in einem kleinen Studio hier gegeben haben. Ich muss echt zu geben, dass ich richtig nervös war, da ich ja niemanden vorher kannte. Aber im Endeffekt hätte ich gar nicht nervös sein brauchen. Allerdings waren die Mädchen bei diesem Workshop definitiv in der Unterzahl. Bei der ersten Stunde, war ich das einzige Mädchen und dann später sind noch zwei Mädchen dazu gekommen. Aber die Tänzer die ich dort kennengelernt habe, scheinen mir alle ganz nett zu sein. Auf jeden Fall tat es so gut, endlich mal wieder zu tanzen. Das Tanzen hab ich echt richtig vermisst. Von einem Tänzer wurde ich dann auch eingeladen zu denen mal ins Studio zu kommen und mit denen zu trainieren. Das werde ich auch auf jeden Fall machen, vielleicht schon diese Woche. Allerdings scheitert es im Moment noch ein wenig an der Verständigung, da deren Englisch nicht gerade gut ist=)…Aber das werden wir auch schon irgendwie hinbekommen.

Am 20.11. war dann hier in Vietnam der sogenannte „Lehrertag“. Ich weiß nicht so genau, was man da wirklich feiert, aber auf jeden Fall werden die Lehrer an diesem Tag beschenkt und viele müssen auch gar nicht arbeiten. Am Morgen sind Mi und ich dann zu der Uni gefahren, wo unsere anderen Deutschen unterrichten, da dort auch eine kleine Veranstaltung für die Lehrer gemacht wurden ist und ein Freund von Mi dort gesungen hatte. Außerdem hatten wir gedacht, dass der Direktor von KUE, da er im Moment auch in Hanoi ist, ebenfalls zu der Veranstaltung kommen würde. Allerdings war er nicht da. Die Veranstaltung war auch nicht gerade spannend. Danach sind Mi und ich dann zurück zu unserem Verlag gefahren und sind dann mit unseren Schülern essen gegangen. Da Mi und ich ja Englisch unterrichten und deswegen auch „Lehrer“ sind, wurden wir von unseren Schülern eingeladen, haben Blumen und ein kleines Geschenk bekommen. Das Essen war sehr schön und lustig. Danach musste ich dann noch zum vietnamesisch Unterricht, zudem ich allerdings auf Grund des Essens eine Stunde zu spät gekommen bin. Das konnte ich dann aber wieder mit dem Blumenstrauß wieder gut machen, den ich meiner Lehrerin zum Lehrertag geschenkt hatte. Vor allem, weil ich die einzige mit einem Geschenk war =P… Bei uns in Deutschland wäre so ein Tag die reinste Schleimerei=D

Am nächsten Tag sind Mi und ich dann mit der gesamten Uni und unseren Deutschen zu einem Ort namens Con Son gefahren. Wir mussten uns schon um 6.30Uhr treffen, sodass ich bereits um 5.30Uhr aufstehen musste…also viel zu früh. Dafür haben vor allem wir Deutschen dann fast die ganze Fahrt über geschlafen=) An sich war es dort nicht so spannend, da man sich dort nur ein paar Pagoden anschauen konnte. Aber das schöne Wetter, zwar relativ kalt aber mir viel Sonnenschein, und die frische Luft waren schon Grund genug dort hinzufahren.

Gestern Abend war ich dann mit ein paar Freunden zum Abendessen verabredet. Wir sind in ein Straßenrestaurant gegangen, man sitzt also draußen, wo man sich sein Essen selbst grillen kann. Da wir nicht wussten, was man da so essen konnte haben wir einfach die Vietnamesen bestellen lassen. Im Endeffekt hatten wir dann eine große Platte mit rohem Rindfleisch und rohen Pommes, und noch so süßsaures Frühlingsrollen Fleisch, was aber schon fertig war. Was ich dann erfahren habe war, dass ein Großteil des Rindfleisches Kuheuter waren. Und ich habe mich tatsächlich getraut Kuheuter zu probieren. Ich muss sagen, dass es gar nicht so schlecht ist. Es war zwar nicht gut, aber auch nicht ekelig. Es war halt sehr zäh=)…

Aber das Essen an sich hat echt Spaß gemacht und hatte etwas von Raklett.

Also die letzte Woche war eigentlich ganz schön und lustig.

Samstag, 14. November 2009

Winter

So, jetzt ist auch der Winter in Hanoi angekommen. Wir haben zwar immer noch Temperaturen von über 20°C, meistens zumindest, es ist aber trotzdem ar*** kalt geworden. Ich muss schon mit langen Sachen rum laufen und trage teilweise schon eine Jacke. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich schon so an das Klima gewöhnt habe, aber in Deutschland würde ich bei den Temperaturen noch mit Sommer Sachen rum laufen. Das machen die Touristen übrigens immer noch.
Wenn ich nachts meine Fenster offen habe, was ich eigentlich immer hab, friere ich sogar, obwohl ich mit zwei Decken (also einer Wolldecke und einem Deckenbezug) schlafe. Als ich hier angekommen bin, musste ich mit keiner Decke schlafen und musste zwei Ventilatoren an haben, da ich sonst nicht schlafen konnte, weil es zu heiß war. Also denke ich, dass hier auf jeden Fall der "Winter" ausgebrochen ist. Ich bin mal gespannt, wie "kalt" es noch wird. Ich glaube, wenn ich zurück nach Deutschland komme, werde ich mir so was von meinen Popo abfrieren=P
Aber ich darf mich echt nicht über das Wetter beschweren, denn was würdet ihr denn dann im kalten Deutschland sagen=D

Freitag, 13. November 2009

Politik

Hab in den letzten Tagen, dass erste mal etwas von der kommunistischen Politik in Vietnam mitbekommen. Seit ein paar Tagen ist die Regierung dabei nach und nach Internetseiten zu sperren, die politische Kritik enthalten könnten. Ebenfalls betroffen ist auch Facebook. Es sind noch nicht alle Server gesperrt. Das heißt je nach dem welchen Server man benutzt kann man sich noch bei facebook einloggen. Auf der Arbeit kann ich mich NOCH einloggen, allerdings zu Hause nicht mehr. Das ärgert mich sehr...wer weiß, wie lange man sich überhaupt noch bei facebook einloggen kann. Es soll wohl ein paar proxy Seiten geben, allerdings sind diese natürlich illegal und in Foren, indenen Leute diese proxy Seiten gepostet haben wurde alle posts gelöscht, die irgendwelche Informationen enthalten. Da es natürlich auch illegal ist Leuten in öffentlichen Foren diese Infos zu geben.
Naja, mal schauen, wie lange ich mich noch bei Facebook einloggen kann...

Donnerstag, 5. November 2009

So nach dem ich schon länger nichts mehr geschrieben, wird es mal wieder Zeit.

Letzte war ich für ne knappe Woche außer Gefecht gesetzt. Dienstag bin ich krank geworden, mit allem drum und dran. Hatte über 39°C Fieber und da es auch mit Medikamenten nicht runter gegangen ist, hat mich meine Familie ins Krankenhaus geschleppt. Zum Glück ist es ein internationales Krankenhaus und so haben dort die Ärzte auch Englisch gesprochen. Hab dort dann eine Infusion bekommen und danach ist das Fieber dann zum Glück runter gegangen. Hab dann noch Medikamente bekommen und es wurden Bluttests durchgeführt, da der Verdacht auf Dengue-Fieber oder Schweinegrippe lag. Am nächsten Tag sollte ich dann noch mal wieder kommen und hab dann erfahren, dass ich die Grippe A hatte. Also war es auch möglich, dass ich das H1N1 Virus hatte, allerdings wurde ich darauf nicht mehr getestet, sondern einfach nach Hause geschickt. Hab mich dann bis Sonntag einfach auskuriert und jetzt geht’s mir wieder super. Meine Gastfamilie hat sich übrigens total lieb und fürsorglich um mich gekümmert.

Am Sonntag war ich dann mit ein paar Freunden bei einer Tanzshow. Die war echt richtig gut und hat total viel Spaß gemacht. Das hat mich nur noch mehr bestätigt, dass ich unbedingt hier wieder anfangen will zu trainieren.

Am Dienstag waren wir dann mit ein paar Freunden auf einem Street Art Festival am Hoan Kiem See. War eigentlich nicht so spektakulär wie erwartet. Da waren halt auch total viele Tänzer und dort fand ein Battle statt. Aber da die anderen nicht so wirklich an Tanz interessiert sind, sind wir auch nicht lange geblieben und sind stattdessen noch etwas essen gegangen und in eine Bar.

Bin übrigens mit meinem ersten Buch fertig und übersetzt jetzt das Buch „Frequently asked questions; Traditional Medizin“ zu ende.

Das wars eigentlich schon was so in letzter Zeit passiert ist. Also nicht wirklich viel=)

Aber mir geht’s immer noch super gut hier und fühl mich richtig wohl!

Dienstag, 20. Oktober 2009

Frauentag

Heute ist in Vietnam Frauentag und hier wird das so gar richtig gefeiert, nicht so wie in Deutschland=) Auf der Arbeit haben wir jeder einen wunderschönen, gut duftenden Blumenstrauß bekommen, unser Chef hat uns alles Gute, Erfolg, Glück usw. gewünscht und alle Frauen saßen zusammen und haben was gegessen und getrunken. War eigentlich alles ganz nett gemacht. Nach der Mittagspause sind dann fast alle Frauen von der Arbeit ins Kino gegangen (wir wurden alle von dem Verlag eingeladen). Da es hier in Hanoi nur ein Kino gibt, das die Filme auf Englisch spielt, hab ich leider nichts verstanden. Allerdings war der Film nicht richtig synchronisiert, sondern er war zwar auf Englisch, aber es wurde einfach auf Vietnamesisch drüber gesprochen, sodass man immer ein paar wenige englische Wörter aufschnappen konnte. Vor allem war das beste, dass die ganze Zeit ein und die selbe Frauenstimme über den Film drüber gesprochen hat. Egal, ob im Original ein Mann oder eine Frau gesprochen hat. Und es gab zusätzlich sogar noch vietnamesische Untertitel. Ich hätte so gerne etwas verstanden. Aber ich werde mir den Film einfach noch mal auf Englisch anschauen. Haben übrigens "The Proposal" geguckt.
Auf jeden Fall ist es hier in Vietnam üblich, dass Frauen am Frauentag Geschenke und/oder Blumen bekommen. Also hier wird die Frau dann richtig geehrt.
Dann war ich gerade noch bei Hanh, weil wir eigentlich Roller fahren üben wollten, aber dann hat sie mir erzählt, dass sie mit meinem Gastvater gesprochen hatte und er nicht will, dass ich hier Roller fahre. Er macht sich mal wieder viel zu viele Sorgen und mich regt das gerade ziemlich auf. Ich hoffe, dass ich daran noch etwas ändern kann. Damit ich mal ein paar Leute kennen lernen kann und auch mit den Tänzern trainieren kann, brauch ich einfach einen Roller, damit ich nicht immer auf andere angewiesen sein muss. Und außerdem gibt es hier so viele Ausländer die hier Roller fahren. Ich denk einfach optimistisch und hoff, dass ich seine Meinung noch ändern kann.

Montag, 19. Oktober 2009

Bergsteigen


Erstmal muss ich erwähnen, dass ich am Freitag einen Untermieter in meinem Zimmer bekommen hab. Ich wohn jetzt nämlich nicht mehr alleine in meinem Zimmer, sondern mit einem kleinen Gecko=) Seid Freitag will dieses kleine Tierchen nicht mehr aus meinem Zimmer raus. Vor allem ist es in der Nacht nervig, da es so komische Geräusche von sich gibt, die echt nervig sind.


Aber jetzt zu meinem eigentlichem Eintrag. Am Samstag hab ich mich mit den anderen Deutschen an deren Uni getroffen, da wir dort von einem Bus abgeholt wurden sind, weil wir einen Tag vorher eine Fahrt zu der Parfüm Pagode (Chùa Hương) gebucht hatten. So wie es hier in Vietnam üblich ist, kam der Bus gut eine Stunde zu spät. Insgesamt sind wir 2 Stunden mit dem Bus über sehr Schlaglochreiche Landstraßen gefahren und haben fast nur Reisfelder gesehen. Also wir dann angekommen sind, mussten wir mit kleinen Booten weiter fahren. Diese Boote sind maximal für 4-5 Leute gemacht und jeweils eine vietnamesische Frau sitzt hinten im Boot und muss rudern. Die Frauen taten uns schon sehr leid, da es auch eine unglaubliche Hitze war. Wir sind bestimmt noch mal eine Stunde mit den Booten gefahren.

Die Landschaft war übrigens traumhaft schön. Total viele Berge, der Fluss und diese Stille, einfach total idyllisch und das totale Kontrastprogramm zu Hanoi.

Als wir dann am Fuß des Berges angekommen sind, auf dem die Pagode ist wurden wir sofort von irgendwelchen Frauen belagert, die uns entweder etwas zu Trinken oder irgendwelche Souvenirs andrehen wollten. Da wir uns zuvor entschieden hatten, nicht mit dem Gondellift zu fahren, sondern zu laufen mussten wir feststellen, dass es doch höher ist, als wir erwartet hatten. Also mussten mir, um zur Pagode zukommen, den Berg erklimmen. Ich will gar nicht wissen, wie viele Stufen und Höhenmeter wir überwunden haben. Um ehrlich zu sein, hab ich es schon am Anfang des Weges bereut, mich für das Laufen entschieden zu haben. Anfangs war gar nicht das Wandern sich so anstrengend, sondern viel mehr die Hitze. Einige von uns haben sich auch einen guten Sonnenbrand geholt, ich aber nicht=) Aber umso länger wir gelaufen sind und umso mehr Treppen wir hinter uns gelassen haben, machte uns nicht nur die Hitze zu schaffen. Eigentlich will ich gar nicht versuchen zu beschreiben wie anstrengend und hoch das war, da man es einfach selbst gemacht haben muss. Man hatte aber teilweise eine wunderschöne Aussicht auf die restliche Landschaft. Als wir dann endlich angekommen waren (ich war als viertes, von 13 Leuten oben =P), war dort eine andere Pagode, als ich sie mir vorgestellt hatte. Denn es war eine Grotte. Aber diese Grotte war so schön und vor allem kühl=) Von den Felsen über uns ist Wasser getropft, welches in großen Bronzeschalen aufgefangen wurden ist. Man sagt über dieses Wasser, wenn man sich damit wäscht soll es einem Glück bringen. Bevor wir das überhaupt wussten, haben wir uns damit schon unsere Gesichter und Arme gewaschen, aber nicht wegen dem Glück, sondern weil es nach dem schweißtreibenden Bergsteigen einfach gut tat=)

Nach dem wir uns dann dort alles angeguckt und akklimatisiert hatten, obwohl es eigentlich echt nicht viel zu sehen gab, wollten wir dann etwas essen gehen. Allerdings war das Restaurant am Fuß des Berges, also dort wo wir gestartet sind. Fünf andere und ich haben uns dann dazu entschieden nicht runter zu laufen, sondern den Gondellift zunehmen. Ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich vor allem zu faul war um wieder runter zulaufen. Aber ein anderer Grund war auch, dass es runter viel anstrengender für die Knie ist und die einzelnen Stufen so groß waren, dass ich mit meinen kleinen Beinchen echt Probleme hatte =P. Ebenfalls ein sehr schöner Nebeneffekt war die faszinierende Aussicht, die wir aus der Gondel hatten. Wir waren dann natürlich auch die ersten, die im Restaurant angekommen waren und mussten noch auf die anderen warten. Als die dann auch nach und nach eingetroffen sind konnten wir endlich essen. Allerdings mussten wir leider feststellen, dass das Essen nicht wirklich lecker gewesen ist.

Und in diesem Restaurant hab ich meine ersten Erfahrungen mit den typisch vietnamesischen Toiletten gemacht. Also einfach ein Loch im Boden. War schon sehr amüsant und eklig.

Nach dem Essen hatten wir noch Zeit eine andere Pagode in der Nähe des Restaurants zu besichtigen. Dies war dann eine typische Pagode. Auch total schön und idyllisch. Ich habe festgestellt, dass ich mich in der Atmosphäre von Pagoden total wohl fühle und da echt gerne mal so 2 Wochen (aber auch nicht länger) verbringen würde.

Als wir damit dann auch fertig waren ging es wieder mit den Booten zu unserem Bus zurück. Was ich hier auch sehr merkwürdig finde ist, dass hier Trinkgeld keine freiwillige Sache ist, sondern dass man dazu aufgefordert wird, welche zu bezahlen. Also haben wir der Bootsfahrerin dann auch Trinkgeld gegeben, nachdem sie uns dazu aufgefordert hatte. Nicht dass die Aufforderung nicht genug wäre, entscheiden die auch selbst, wie viel Trinkgeld du ihnen geben sollst. Wir fanden das schon echt seltsam, vor allem weil es in vietnamesischen Restaurants, Cafes, Bars, etc. nicht üblich ist Trinkgeld zu geben.

Als wir dann wieder am Hoan Kiem See abgesetzt wurden sind, ist dann ein Teil der Gruppe noch etwas essen gegangen und ich konnte endlich meine Spaghettis essen, auf die ich schon so lange Hunger hatte=) Danach bin ich dann mit dem Taxi nach Hause gefahren, hab mich noch was mit meiner Schwester unterhalten und bin dann auch schlafen gegangen.


Donnerstag, 15. Oktober 2009

Heil angekommen

So ich bin gerade von meinem ersten Fahrradtrip im Büro heil angekommen.
Nach dem ich gestern Abend eine kleine "Diskussion" (eig. keine wirkliche Diskussion) mit meiner Gastschwester hatte, da sie mich auf keinen Fall alleine zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren lassen wollte, weil es zu gefährlich sei, konnte ich mich dann doch durchsetzen und heute ALLEINE mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.
Ich muss ja schon zugeben, das ich ein bisschen nervös war. Aber nachdem ich dann einmal auf den Straßen von Hanoi war hat es echt viel Spaß gemacht. Und wenn man ein bisschen aufmerksam ist, ist es eig. auch nicht gefährlich. Das einzige was ein wenig gestört hat war der Regen.
Meine Gastschwester hatte gestern auch noch gemeint, dass der Weg viel zu weit wäre um mit Fahrrad zu fahren. Im Endeffekt hab ich so 15-20 Minuten gebraucht. Ich glaub aber das es eher 15 Minuten waren, allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, da ich nicht mehr so genau weiß, wie viel Uhr wir hatten als ich losgefahren bin=)
Aber ich bin gleichzeitig mit meinem Gastvater angekommen. Er hatte zwar vorher noch meinen Gastbruder in den Kindergarten gebracht, aber so lange dauert das auch nicht.
Mein Fazit: Es macht super viel Spaß, ich hab endlich ein bisschen Bewegung und es ist eine gute Übung für das spätere Roller fahren;)

Dienstag, 13. Oktober 2009

1. Monat


So, heute bin ich genau einen Monat in Vietnam. Die Zeit kam mir viel kürzer vor und ich hoffe, dass die nächsten 7 Monate nicht genauso schnell vorbei gehen werden=)
Also mir gehts super hier! Hab mich bereits richtig eingelebt, fühl mich super wohl und bin gespannt, was noch so in den nächsten Monaten auf mich zu kommen wird.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Endlich mal wieder ein bisschen Action

Nach dem die letzten Tagen der Woche super langweilig gewesen sind, war das Wochenende umso lustiger und aufregender.
Am Samstagmorgen wurde ich von Hanh um 8Uhr abgeholt, da wir zusammen frühstücken wollten und uns eine Pagode angucken gehen wollte. Nach dem wir gefrühstückt hatten, hatte Hoang, Hanhs Freund, bescheid gesagt, dass er sich verspäten würde. Also sind Hanh und ich erstmal zum Hoan Kiem See gefahren, wo wir Hoang dann aber doch schon getroffen hatten. Auf dem See ist ein kleiner Tempel, der sehr bekannt ist. Den haben wir uns dann als Erstes angeguckt. In dem Tempel ist eine riesige ausgestopfte Schildkröte, die bestimmt so groß ist wie ich. (Jetzt werdet ihr wahrscheinlich denken, dass sie dann ja nicht wirklich groß gewesen sein kann, war sie aber). Danach sind wir dann zu dem West Lake gefahren, wo wir uns dann die älteste Pagode in Hanoi angeguckt haben. Der Tempel und die Pagode waren beide total schön, vor allem mag ich die Atmosphäre in Pagoden total gerne.
Als wir fertig waren, sind wir etwas essen gegangen und waren noch ein bisschen shoppen. Im Endeffekt war ich dann so gegen 14.30Uhr wieder zu Hause. So gegen 16Uhr bin ich dann mit einem Xe Om (Rollertaxi) zu Mi gefahren. Das war mein erstes Mal, dass ich mit einem Xe Om gefahren bin. Zum Glück kannte meine Gastmutter den Fahrer, so dass sie mit ihm einen Preis ausgemacht hat und er mich nicht abzocken konnte. Xe Om fahren ist übrigens um einiges billiger als mit einem Taxi zu fahren, man bezahlt weniger als die Hälfte von einem Taxi und schneller sind sie in diesem Verkehr auch. Mi und ich sind dann zu einem Hotel am West Lake gefahren, da dort eine Poolparty stattfand und wir mit den anderen Deutschen, also die, die mit mir geflogen sind, verabredet waren. Wir mussten alle keinen Eintritt bezahlen, da wir dort im Gegenzug „gearbeitet“ haben. Im Endeffekt standen wir dort nur rum und waren wie jeder andere Gast dort auch=) Aber dafür mussten wir keinen Eintritt bezahlen und haben die Getränke und Essen umsonst bekommen. Also so lässt es sich echt arbeiten =P
Mi und ich haben dann noch ein Paar vietnamesische Freunde von unseren Leuten kennen gelernt, die sie von der Uni kennen. Die waren auch alle total nett und cool drauf. Anfangs waren Mi, Fabi und ich nicht wirklich auf der Party, sondern auf dem Dach von einem Gebäude neben dem Pool. Von dort aus können die Hotelgäste Golf spielen, da das Hotel einen Wassergolfplatz hat. Also schon ziemlich bonzig. Aber von dort hatte man einen super Ausblick über den West Lake. Nach dem wir dann alle schon recht angetrunken waren, sind wir dann auch wieder zurück auf die Party gegangen und haben dort erstmal richtig party gemacht. Auch, wenn die eigentlich Party ziemlich bescheiden war, da dort von erwarteten 400 Leuten nur vielleicht 100 Leute waren. Aber da wir mit coolen Leuten da waren, war es ziemlich lustig. Eigentlich waren wir auch die einzigen, die wirklich Party dort gemacht haben. Irgendwann hatten dann einige Leute von uns beschlossen spontaner Weise in den Pool zu springen. Ich hab dann als Kleiderständer und Wertsachenaufpasser gedient, da ich blöderweise meinen Bikini vergessen hatten (auch sehr schlau von mir, meinen Bikini bei einer Poolparty zu vergessen). Naja, irgendwann war die Stimmung dann soweit, dass ich einfach mit samt meiner Klamotten in den Pool gesprungen bin… Also haben wir dann im Pool weiter gefeiert. Eigentlich waren nur unsere Leute im Pool und die anderen haben sich vom Beckenrand über uns amüsiert.
Danach war ich pitsche patsche nass…und ich hatte keine wirklich Wechselklamotten mit. Also musste ich meine nasse, kurze Hose anlassen und mir mein Schlafshirt anziehen. War aber eigentlich nicht wirklich schlimm, da fast alle so scheiße aussahen=)
Als wir uns dann alle wieder so weit fertig gemacht hatten, ging es dann mit dem Trinken weiter, da wir die letzten an dem Pool waren (die Party war schon um 24Uhr zu ende, obwohl sie eigentlich bis 5Uhr gehen sollte=P) und die Barkeeper nur für uns da waren. Danach sind wir dann noch in einen Club von Hotel gegangen. War eigentlich ein ziemlicher Reinfall. Die Musik war nicht so geil, wir durften, warum auch immer, nicht auf der Tanzfläche tanzen, eine Dose Heineken hat 80,000 Dong, also ca. 3.50€, gekostet, wobei wir im Hotel für das echt leckere vietnamesische Bier gerade mal 80cent, oder so, bezahlt haben und der Club schon um 2Uhr geschlossen hat.
Also saßen wir alle noch vor dem Hotel rum, da wir auf unsere Taxis warten mussten, da wir alle bei den anderen im Haus schlafen wollten. In der Zeit, hab ich dann einen von den Vietnamesen gefragt, ob ich nicht mal mit seinen Roller fahren dürfte, weil ich das unbedingt ausprobieren möchten…also bin ich Gestern das erste Mal Roller gefahren. Es gab zwar anfangs ein paar Startprobleme, nach dem ich dann aber Hilfe bekommen hatte, konnte ich danach auch alleine fahren. Und ich glaube, dass ich gar nicht so schlecht gefahren bin, aber gut war ich auch nicht =P…Auf jeden Fall macht es so unendlich viel Spaß zu fahren, vor allem weil es kein Automatik Roller, sondern einer mit Schaltung war. Ich will jetzt unbedingt weiter üben, damit ich ganz schnell alleine fahren kann.
Irgendwann sind dann auch die Taxis gekommen, nach einer Stunde, oder so, und wir sind bei den anderen im Haus angekommen. Die wohnen wirklich weit weg und die Gegend ist auch nicht unbedingt die beste. Da wir dann mit 16 Leuten dort geschlafen haben, musste jede mit drei Leuten im Zimmer schlafen und genügend „Matratzen“ gab es so weit ich weiß auch nicht. Aber ich hatte eine =) Das erste Mal konnte ich hier ausschlafen. Ich konnte doch tatsächlich bis 10.30Uhr schlafen.
So gegen 12Uhr sind Mi und ich dann auch wieder zu Mi gefahren. Wir sind beide das erste Mal mit dem Bus gefahren. Ist zwar total günstig, allerdings weiß ich auch, dass ich nicht allzu oft mit dem Bus fahren werde. Es hat alles geklappt, aber irgendwie fand ich das Gaffen der anderen Leute und die Enge in dem Bus doch recht unangenehm.
Von Mi aus bin ich dann wieder mit einem Xe Om nach Hause gefahren und war sonst nur noch zu Hause. War auch ziemlich kaputt und müde.Wahrscheinlich wundern sich jetzt einige Leute, dass ich auf die Party gehen durfte…Allerdings hat das auch nur mit einer kleinen Lüge geklappt =P Mi und ihre Tante hatten mit meinem Gastvater gesprochen und ihm erzählt, dass Mi und ich bei den anderen Deutschen zum Essen eingeladen wären und wir dort schlafen müssten, da sie so weit weg wohnen. Ist zwar nicht ganz die feine Art, aber anders hätte ich wieder den Samstagabend zu Hause verbracht, mich gelangweilt und einen ziemlich geilen Abend verpasst. Ich würde sogar sagen, dass das der beste Abend hier in Vietnam bis jetzt gewesen ist. An der Stelle grüße an die anderen Deutschen =)

Freitag, 9. Oktober 2009

Tänzer=)


Gestern hab ich hier endlich mal ein paar Tänzer gesehen, da ich zur Abwechslung mal mich nicht zu Hause gelangweilt hab, sondern unterwegs war=)
Auf jeden Fall war ich im Lenin Park, wo auch eine große Statur von Lenin steht, und hab da ein paar Tänzern beim Training zu geguckt. Dort wurde aber nicht nur getanzt, sondern auch Fußball gespielt, geskatet und Badminton gespielt.
Auf den Videos sind nur zwei von den Tänzern zu sehen, die House tanzen (an der Stelle schöne Grüße an Miro, Marie und Netalie=P) aber an einer anderen Stellen des Parks waren noch ein paar andere Tänzer. Ich find das richtig cool, dass die hier einfach Draußen trainieren und es stört auch keinen. Ich hoffe, dass ich irgendwann vielleicht mal mit denen zusammen trainieren kann. Ich will nämlich unbedingt wieder trainieren, vor allem wäre das der perfekte Ausgleich zu meiner Büroarbeit. Aber noch würde es ja mit der Verständigung nicht wirklich klappen, ich wäre immer auf jemanden angewiesen, der mich dort hin fährt und außerdem weiß ich nicht, was mein Gastvater dazu sagen würde. Aber irgendwann, werde ich auf jeden Fall hier auch trainieren gehen und das wäre dann eine Sache, auf die ich einfach bestehen würde. Denn ich brauch unbedingt mal wieder ein bisschen Bewegung und hab echt keine Lust noch 7 Monate jeden Tag nach der Arbeit zu Hause hocken zu müssen.
Naja, ansonsten hab ich in den letzten Tag eigentlich nichts unternommen. Abgesehen von der Langeweile, die ich hier teilweise hab, geht es mit echt gut hier.

Montag, 5. Oktober 2009

Mid-Autumn Festival

Am Freitag hatte ich dann wieder vietnamesisch Unterricht, macht eigentlich echt spaß. Abends sind wir dann alle zum Mid-Autumn Festival bei mir auf der Arbeit gefahren. Wir waren 9 Leute und hatten 3 Roller. Also sind wir jeweils zu dritt auf einem Roller gefahren…

Als wir dann angekommen sind, waren die Kinder schon dabei die Masken auszumalen. Ich glaub das ist richtig gut bei ihnen angekommen. Danach ging es dann richtig los. Es war auf jeden Fall total anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Es war ziemlich chaotisch und unorganisiert. Aber ich glaube, so läuft das hier immer ab=)

Es haben alle Kinder sich dann Süßigkeiten verdient, indem sie irgendwelche Fragen beantwortet haben oder eine Lied gesungen haben. Ich glaube, dass ganze Fest war nur dafür da, dass die Kinder Süßigkeiten abstauben konnten;) Wirklich lange ging es auch nicht, vielleicht nur so 1 ½ Stunden.

Danach sind wir 9 dann noch zum West Lake gefahren. Der ist wirklich riesig der See. Und in einem kleinen Abschnitt des Sees halten sich fast nur Pärchen auf, da auf dem Wasser ganz viele Boote sind, die wie Schwäne aussehen, in denen sie fahren können. Sah sehr niedlich aus. Wir sind dann in der Nähe vom See etwas trinken gegangen und sind danach wieder nach Hause gefahren.

Am Samstag waren Mi und ich bei einer Arbeitkollegin zu einer Mid-Autumn Party eingeladen. War alles total stressig zu organisieren, wie wir dort hinkommen und wieder nach Hause kommen und so, da mein Gastvater sich immer total die Sorgen um mich macht und nicht will, dass ich alleine so spät mit Taxi fahre. Im Endeffekt hat dann doch noch alles irgendwie geklappt. Abgesehen davon, dass wir total von dem Taxifahrer abgezockt wurden sind. Um welche Summe es sich handelt möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen, da es wirklich peinlich ist=)…

Die Feier war eigentlich echt ganz lustig. Wurde halt gegessen, gespielt und geredet und so. Mi und ich waren aber ziemlich von dem Haus begeistert, da es echt westlich aussah und sogar für deutsche Verhältnisse groß gewesen ist. Die hatten sogar richtige Duschen und Couches=)

Auf jeden Fall hatte ich mit so einem Haus hier in Vietnam nicht gerechnet.

Am Sonntag hab ich eigentlich nichts wirklich gemacht, außer dass ich bei Mis’ Tante zum Essen eingeladen war und wir mit meiner Familie abends etwas trinken gegangen sind.

Ach und ich bin zum ersten Mal hier Fahrrad gefahren. Zwar nicht wirklich weit und die Straßen waren auch echt leer, aber ich bin zum ersten Mal gefahren=)

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Ich hab mich getraut

Ich hab mich doch heute tatsächlich getraut hier zum Friseur zu gehen. Hanh hatte mich von der Arbeit abgeholt und wir sind dann zu ihrer Tante gefahren, die Friseurin und Schneider gleichzeitig ist=) Und beides mitten im eigene Haus.
Eine "Mitarbeiterin", bzw. vermute ich, dass es eher eine Verwandte war, hat mir dann die Haare gewaschen. Aber sogar das Haarewaschen ist vollkommen anders als in Deutschland. Sie hat mir das Shampoo auf meine Trockenen Haare gemacht, eingerieben und immer ein bisschen Wasser drauf gespritzt. Danach sollte ich mich auf eine Liege legen und unter, bzw. hinter meinem Kopf war dann ein Eimer mit Wasser. Sie hat dann immer mit einem Becher voll mit Wasser meine Haare ausgespült, in dem sie das Wasser über meine Haare geschüttet hat. Danach hat sie mir noch mit einigen anderen Shampoos/Spülungen die Haare gewaschen. Aber hier bekommt man während dessen auch eine Kopfmassage=)
Danach hat mir dann Hanhs Tante die Haare geschnitten. Erstaunlicher Weise sehr gut. Also ich bin super zufrieden mit dem Haarschnitt, ist halt wie, wenn ich sie mir in Deutschland schneiden lassen hab. Zahlen musste ich nichts, weil sie gesagt hat, dass ich noch Studentin bin und nichts zahlen brauch. Obwohl ich echt versucht hab ihr dafür Geld zu geben, wollte sie es nicht annehmen. Irgendwann hab ich es dann auch aufgegeben, nach dem Hanh auch meinte, dass es dann schon in Ordnung sei.
Das ist etwas, was mir bei den Vietnamesen echt aufgefallen ist: obwohl sie nicht viel Geld haben, wollen sie einen immer einladen, also sie lassen einen nie selbst zahlen. Mir wurde auch gesagt, wenn man essen oder etwas trinken geht, bezahlt immer eine für alle, vorausgesetzt es sind nicht zu viele Leute, dass soll hier so Tradition sein. Beim nächsten mal, lad ich sie dann einfach ein, und dann dürfen sie halt nicht bezahlen;)
Auf der Arbeit haben Mi und ich angefangen Masken für das Mid-Autumn Festival zu basteln, die wir dann den Kindern schenken wollen und die können sich dann ihre Maske selbst gestalten. Muss gleich auch noch so eine Masken ausschneiden=)
Nachdem wir beim Friseur waren, hab ich mir noch einen vernünftigen, eigenen Helm gekauft. Da der den ich hatte, mir zu groß war und nicht wirklich sicher war. Jetzt hab ich einen der mir perfekt passt, da man ihn individuell verstellen kann, und auch recht sicher ist.
Das war es eigentlich auch schon wieder von heute...=)

28.9. - 30.9.




Am Montag war ich nach der Arbeit mit ein paar Freunden zuerst etwas essen und danach waren wir im modernsten Kino von Ha Noi. Eigentlich war das Kino nicht viel anders als bei uns. Es ist nur um einiges günstiger und die Kinosäle waren ein bisschen kleiner als bei uns. Wir haben uns „The Time traveler’s wife“ angeguckt. Der film selbst war auf Englisch und mit vietnamesischem Untertitel. Hier sind fast alle Filme auf Englisch mit Untertiteln.
Eigentlich gibt es sonst nichts mehr von dem Abend zu erzählen, außer, dass der Film sehr zu empfehlen ist=)
Am Dienstagabend war dann bei mir im Viertel an der Grundschule ein Mid-Autumn Festival, wo auf einer Bühne Kinder Tanz- und Gesangsdarbietungen vorgeführt haben. Es wurde sogar ein kleiner Drachentanz aufgeführt. Das Mid-Autumn Festival ist total bunt und laut und viele Kinder tragen Masken oder ähnliches. Vielleicht kann man das ein ganz kleines Bisschen mit unserem Karneval vergleichen, aber irgendwie auch wieder nicht=)
Auf den Fotos ist einmal der Kuchen (Banh Trung Thu) zu sehen, der hier zu dem Fest immer gegessen wird und die Sachen, vor allem diese Sterne, die hier für das Fest verkauft werden.
Am Freitag werden das dann bei uns im Büro feiern und es werden alle Kinder (30) von den Mitarbeitern kommen und Mit und Ich müssen uns dann Spiele für sie ausdenken…
Gestern waren wir während der Arbeit auf der Eröffnung einer chinesischen Fotoausstellung. Es war sehr amüsant, da alles total chaotisch und unorganisiert (typisch für Vietnam) abgelaufen ist und total viel schief gelaufen ist. War echt sehr witzig. Die Ausstellung selbst war eigentlich ganz interessant.
Dann hatte ich noch meinen ersten Vietnamesisch Unterricht. Den werde ich jetzt immer montags, mittwochs und freitags jeweils von 13.30Uhr bis 16.30Uhr haben. Das heißt, dass ich jetzt nur noch zweimal in der Woche bis 17Uhr arbeiten muss=P
Der Kurs war eigentlich ganz gut. Mit mir sind noch 4 andere in dem Kurs. Eine aus China, eine aus Japan, einer aus der Slowakei und einer aus Kanada. Sind alle super nett dort. Das einzige, was zum Problem werden könnte ist, dass unsere Lehrerin nur sehr schlecht Englisch spricht. Naja, mal abwarten.Gestern hab ich auch endlich Zuhause Internet bekommen=) Jetzt kann ich also auch online kommen, wenn es bei euch später ist als 12Uhr…

Montag, 28. September 2009

Bestohlen

Gestern war ich abends mit Hanh, ihrem Freund, ihrer kleinen Schwester, und meiner Gastschwester auf dem Nachtmarkt. Dort kann man wirklich alles Mögliche kaufen. War auch echt super schön dort, nur viel zu voll.

Als wir dann in einer Nebenstraße waren, wo man alles für das Mid-Autumn-Festival kaufen kann und es noch voller als auf dem Markt war, wurde Hanh ihr Portemonnaie geklaut. Allerdings haben wir es erst danach bemerkt, als wir gesehen haben, dass ihr Tasche, wahrscheinlich mit einem Messer, aufgeschlitzt wurden ist und das Portemonnaie gefehlt hat. Dort waren 1,000,000 Dong, ihr Führerschein, ihr Ausweis und ihr Ticket für den Roller drin.

Hier gibt es nämlich so was wie einen „Parkservice“, der deinen Roller Parkt und auf die Helme und so aufpasst. Für den Roller bekommst du dann einen Schein mit einer Nummer, womit du dann später deinen Roller wieder bekommen kannst.

Auf jeden Fall war jetzt alles weg. Den Roller ohne diesen Schein wieder zu bekommen stellte sich als sehr kompliziert heraus. Die Leute vom „Parkservice“ meinten, wir sollen zur Polizei gehen und die würden das dann klären. Als wir bei der Polizei waren, wurde uns gesagt, dass sie sich jetzt nicht darum kümmern würden (typisch für die Polizei in Ha Noi).

Also sind wir zurück zum „Parkservice“ gegangen, wo es super lange Diskussionen gegeben hat. Ich weiß selbst nicht worum es wirklich ging, ich weiß nur, dass es sehr lange gedauert hat. Im Endeffekt haben wir den Roller dann wieder bekommen, nach dem wir 50,000 Dong bezahlt haben, damit die den Roller suchen und bestimmt fast ne Stunde gewartet hatten.

Ich hab auf jeden Fall gelernt, dass man hier in Vietnam alles mit Geld lösen kann…

In den letzten Tagen ist nicht wirklich viel Neues passiert.

Am Mittwoch musste ich abends mit Hanh zu so einem Amt gehen, wo ich mich eintragen lassen musste, dass ich zurzeit hier wohne. Hier in Vietnam kann man also auch noch gegen 21Uhr zu Ämtern gehen=) Sehr praktisch. Dort wurden wir dann die ganze Zeit hin und her gescheucht. Als sich dann endlich mal jemand um uns gekümmert hat, obwohl wir bis dahin wirklich nicht lange warten mussten (also kein Vergleich zu Deutschland), wussten sie irgendwie selbst nicht richtig was sie machen sollen und Hanh, die alles übersetzen sollte, wusste auch nicht, was die von ihr wollten. War alles ein bisschen chaotisch. Und obwohl dann nichts wirklich geklärt wurden ist, wurden wir wieder nach Hause geschickt, weil das dann doch an Infos wohl irgendwie gereicht hat.

Am Mittwochnachmittag, ist mein Gastvater übrigens für 5 Tage nach Saigon geflogen, weil er dort von der Arbeit aus hingeschickt wurde. Er kommt also, so weit ich weiß, am Montag wieder. In der Zeit, hat mich Mr. Bing immer von Zuhause abgeholt und Mr. Diep nach der Arbeit nach Hause gefahren (beides Mitarbeiten in dem Verlag und Mr. Bing ist auch mein Englisch Schüler). Beide Male war ich dann mit Mr. Bing Pho (Nudelsuppe) frühstücken. An sich ist es in Ordnung Suppe zu frühstücken, allerdings hab ich mich wirklich mit dem Fleisch schwer getan.

Am Donnerstag war ich mit Mi in unserer Mittagspause in einem Cafe etwas trinken, wo wir Zeugen eines Liebesdramas wurden=) Es war wirklich lustig mit anzuschauen, wie sich ein Pärchen offensichtlich in der Öffentlichkeit streitet. Das amüsanteste daran war allerdings, das die Frau (eine Vietnamesin) absolut keinen Bock auf den Typen (vermutlich Franzose) hatte, da sie sich immer von ihm abwandte, ihn nicht ansah und ihn sogar von sich wegstieß, wenn er sie umarmen, küssen oder ihre Hand halten wollte. Er allerdings, hat sich davon gar nicht beeinflussen lassen und hat sie wider ihren Willen, die ganze Zeit umarmt, was aber sehr erbärmlich aussah. Irgendwie sah er aus, als wäre er nur nach Vietnam gekommen, um sich hier (besagte) Frau zu kaufen, da er wirklich sehr busy aussah. Irgendwann, war es dann so weit, dass beide heulend da saßen und das ganze wirklich sehr lächerlich, wie bei GZSZ, oder so, aussah. Naja, auf jeden Fall endete diese dramatische Szene damit, dass alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen war, sie beide lachend dort saßen und Fotos machten. Vielleicht sollte man diese Story an einem Soap-Autor verkaufen, denn es hätte original eine Szene aus einer Soap seien können. Was man noch dazu sagen muss ist, dass dieses Drama war wirklich eine Szene war, bei der man nur Fremdscham empfinden konnte=)

Am Freitag hatten wir dann hier richtig mieses Wetter. Es hat den ganzen Tag nur geregnet, wie aus Eimern. Eigentlich hatte ich gehofft, abends vielleicht weg gehen zu können, aber im Endeffekt war ich dann doch nur zu Hause. War auch ganz gut so, da ich wirklich müde war. Hab übrigens in der Mittagspause Schweinezunge gegessen, ohne dass ich es wusste. War ziemlich ekelhaft.=)

Am Samstag bin ich wieder um 7Uhr aufgestanden und hab dann gefrühstückt. Zu meiner Freude, gab es heute Brötchen mit Ei. Es waren zwar nicht so Brötchen, wie wir die haben, aber ich würde sagen, die kommen den italienischen Brötchen sehr nahe. Im Nachhinein, glaub ich, dass ich gar nicht so früh hätte aufstehen brauchen, da mein Gastvater nicht da ist und heute morgen nur meine kleinste Gastschwester da gewesen ist. Deswegen hab ich mich dann nach dem Frühstück wieder zum Schlafen hingelegt=)

Nachdem ich dann so gegen 10Uhr aufgestanden bin und mich fertig gemacht hatte, sind meine kleinste Gastschwester, ihre Freundin und ich dann zu Hanh gegangen, da ihre Familie mich für heute eingeladen hatte. Dort hab ich dann auch ihren Vater kennen gelernt, der recht gut Deutsch spricht. Ihre Mutter und ihr Vater haben früher mal für ein paar Jahre in Deutschland gelebt. Die Mutter spricht aber nicht so gut, wie der Vater. Ihm fehlen zwar manche Wörter, aber die Aussprache ist wirklich gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er seit fast 30 Jahren kein Deutsch mehr gesprochen hat.

Am Nachmittag sind dann Hanh, ihr Freund, ihre jüngere Schwester und ich nach Bat Trang gefahren. Man fährt ungefähr eine halbe Stunde dort hin. Um dort hin zugekommen, muss man den Red River überqueren. Erst Gestern wurde die neue Brücke eröffnet, die über den Fluss führt. Die Brücke ist die größte in Ha Noi und ich würde sagen, dass wir in Deutschland nicht so eine große Brücke haben. Bat Trang ist ein Markt, wo nur Keramik Sachen verkauft werden. Also das Dorf, in dem der Markt liegt, fertig dort alle Sachen per Hand an. Das mag sich zwar nicht so interessant anhören, aber dort kann man wirklich schöne Sachen kaufen und man muss halt mal dort gewesen sein, wenn man in Ha Noi lebt. Und allein die Fahrten hin und wieder zurück waren schon spannend genug. Man konnte richtig schöne Fotos machen. Danach haben wir noch bei Hanh zu Abend gegessen und sind dann, bei mir um die Ecke, auf einem Kindergeburtstag gewesen. Das war der 6. Geburtstag von der Cousine von Hanh. Oder es könnte auch die Cousine von meinen Gastgeschwistern gewesen sein, ich weiß es nicht mehr so genau=)

Was ich noch gar nicht erwähnt hab ist, dass meine älteste Gastschwester und ich jetzt jeden Abend ein bisschen Englisch und Vietnamesisch lernen. Ich übe mit ihr Englisch und sie bringt mir Vietnamesisch bei. Meine Gastschwester ist so was von motiviert, für meinen Geschmack zu motiviert. Sie will wirklich jeden Abend mit mir lernen. Sogar heute um 22Uhr noch, nach dem Hanh und ihre Familie weg waren. Am liebsten wäre ich direkt schlafen gegangen, weil ich so müde war. Aber meine Gastschwester wollte noch lernen, was für mich heißt, dass ich auch noch lernen musste.

So, jetzt werde ich aber endlich schlafen gehen, da wir schon 20 vor 1 in Vietnam haben.

Freitag, 25. September 2009

Nur ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind

Da ich seid meinem letzten Eintrag nichts wirklich neues erlebt hab, wollte ich einfach mal ein paar Dinge posten, die mir hier besonderes aufgefallen sind:

Also erst einmal ist mir aufgefallen, dass es hier viel mehr Kinder und Jugendliche gibt, als Erwachsene und dass hier total viele schwanger sind. In Deutschland hab ich noch nie so viele Schwangere auf einmal gesehen. Hier haben die Leute also nicht das Problem, dass es zu viele ältere Leute gibt und zu wenig Junge, wie bei uns ins Deutschland.

Auch ist mir aufgefallen, dass die Vietnamesen super gesund leben. Sie essen eigentlich recht wenig Fleisch und fast keine Süßigkeiten, dafür aber total viel Gemüse und Obst. Und sie sind total sportlich. In jedem Park, den man hier sieht, treiben bestimmt 80% der Leute Sport. Ob es Fußball, Joggen, Gymnastik, Badminton oder Tanzen ist, hier wird alles Draußen gemacht.

Auf die Klamotten wird in der Freizeit auch nicht wirklich viel Wert gelegt. Hier läuft jeder rum, wie er will. Vor allem tragen total viele Mädchen und Frauen auch Draußen Schlafanzüge. Also das sind so Zweiteiler, die wie Schlafanzüge aussehen und auch als welche benutzt werden. In Deutschland würdest du schief angeguckt werden, wenn du mit einem Schlafanzug aus dem Haus gehen würdest.

Kinder tragen hier eigentlich Grundsätzlich keine Helm auf dem Roller, das sie zu schnell aus einem Helm raus wachsen. Schon sehr Paradox, denn bei uns, ist es gerade wichtig, dass auch Kinder einen Helm tragen.

Naja, den Verkehr muss ich, denk ich mal, ja nicht noch extra erwähnen=)

Die kleinen Jungs hier, tragen keine Unterhosen, zumindenst so weit ich das mitbekommen haben. Sie tragen einfach nur ihre normalen Hosen und da drunter nichts...Schon sehr merkwürdig.

Schüler haben hier nicht viel Zeit, um sich mit Freunden oder so zu treffen. Morgens oder Nachmittags haben sie halt bis zu 6 Stunden Schule und Abends haben sie nochmal von 18 bis 20Uhr Förderkurse. Was das an geht, bin ich wirklich froh, in Deutschland aufgewachsen zu sein. Die deutschen Schüler können sich ja nun echt nicht beschweren, zu wenig Freizeit zu haben=).

Hier gibt es so was wie Streß, glaub ich gar nicht. Hier wird irgendwie alles total gelassen genommen. Ich vermute mal, dass es hier keine Leute gibt, die ein Burnout-Syndrom haben=)

Was mir an mir noch aufgefallen ist, ist dass ich eigentlich nur noch total wenig Deutsch rede, oder ähnliches. Die meiste Zeit spreche ich Englisch oder lese und schreibe auf Englisch. Hoffe so kann ich endlich mein Englisch mal verbessern=)

Was ich unbedingt noch erzählen muss ist, dass ich gestern auf dem Weg zur Arbeit auf einer Straße bei mir in der Nähe ganz viele Läden hintereinander entdeckt habe, die Hundefleisch verkaufen. Draußen lagen auch schon ganz viele zubereitete (ich glaub gegrillte) Hunde auf einander. Bei dem Anblick wurde mir echt ganz anders...

Mittwoch, 23. September 2009

Ein recht gelungener Tag

Gestern war eigentlich echt ein schöner Tag. Während der Arbeit hatte Mi meinen Gastvater gefragt, ob wir beide nach der Arbeit in die Stadt fahren dürfen. Zu meinem Glück hatte er kein Problem damit. Also haben Mi und ich nach der Arbeit versucht, ein Taxi zu bekommen, da das die einfachste Variante war um in die Altstadt zu kommen. Wider Erwarten, haben ziemlich schnell ein Taxi bekommen, aber auch, weil es am Straßenrand stand und gewartet hatte. Denn mir wurde erzählt, dass es sich als recht schwierig herraustellt ein Taxi zu bekommen. Es kann halt auch mal passiern, das es mitten auf der Straße stehen bleibt und du halt gucken musst, wie du dahin kommst. Und um hier ein Taxi zu bekommen, muss man sich am besten an den Straßenrand (oder auf die Straße) stellen und die Hand rausstrecken. Das Taxi hat uns dann also in die Altstadt zu der Schuhstraße gefahren und wir haben nur 13000 Dong gezahlt, also umgerechnet ca. 50cent=)
Die Schuhstraße wird ihrem Namen definitiv gerechet. Wo man hin guckt, überall nur Schuhe. Vorallem haben die hier echt richtig gut gefälschte Markenschuhe, wie Adiadas, Nike, Converse usw. Hab mir erstmal nur ein paar Schuhe für ca. 6€ gekauft. Hab ja noch viel Zeit, um mich mit weiteren Schuhen einzudecken. Was ich sehr lustig, aber auch recht aufdringlich fand war, dass die Verkäufer einem immer direkt beim Schuhe anziehen geholfen haben und die einem den Schuh andrehen wollten, obwohl der zu klein war. Aber was mich sehr erfreut ist, dass es hier alle Schuhe in meiner Größe gibt und ich teilweise sogar nachfragen musste, ob sie die Schuhe eine Nummer Größer haben. Das kann mir in Deutschland nicht passieren=)
Danach waren wir noch in einem Restaurant essen, wo anscheinend nur Touristen hingehen. Es sah aber auch sehr einladend aus. Da hab ich dann endlich mal wieder Spaghetti gegessen=) Eigentlich vermiss ich das deutsche Essen noch nicht so richtig, aber lecker war es trotzdem. Allerdings gibt es hier doch einige Sachen zum essen, an die ich mich noch gewöhnen muss. Vielleicht schmecken sie mir dann ja irgendwann.
Als wir fertig waren hatte Mi mich in ein Taxi gesetzt und ich bin das erste Mal hier alleine Taxi gefahren. Eigentlich war es nicht so spannend, da Mi dem Fahrer die Adresse schon gesagt hatte und vorab einen Preis ausgemacht hatte. Das schwierige war nur, dass er nicht so genau den Weg kannte und ich ihm dann versucht hab zu erklären, wie er fahren muss. Bin ja im Endeffekt heil zu Hause angekommen und hab nur 2€ bezahlt.
Als ich dann zu Hause war, war ein großer Teil der Familie meines Gastvaters zu besuch, also seine Nichten und Neffen und so. Sein Bruder und die Frau seines Bruders haben früher für 7 Jahre in der DDR gelebt und sprechen ein bißchen Deutsch, wobei ich den Bruder noch nicht kennen gelernt habe. Eine der Nichten (22 Jahre) meines Gastvaters spricht auch recht gut Englisch. Ich hab mich also zum ersten Mal richtig wohl gefühlt, weil ich mich unterhalten konnte und etwas über meine Gastfamilie erfahren konnte und sie über mich. Hanh, also seine Nichte, hat mir auch direkt angeboten ihre Freunde kennen zu lernen und mit ihr mal weg zugehen. Vorallem hab ich von ihr erfahren, dass ich mich ruhig mit Freunden treffen kann und weg gehen kann, dass es aber hier in Vietnam nicht üblich ist Nachts Feiern zu gehen. Außerdem sollen hier fast alle Geschäfte schon um 24Uhr geschlossen haben. Also denke ich, dass mein Gastvater doch nicht so streng ist und ich auch mal bis 24Uhr weg darf=)
Zum Schluss, wurde ich noch eingeladen am Samstag zu der Familie von Hanh zu gehen.
Im Großen und Ganzen, war der gestrige Tag echt ein gelungener Tag, an dem ich mich so richtig wohl gefühlt hab!!!

Montag, 21. September 2009

Verkehr in Ha Noi (um einen kleinen Einblick zu bekommen)

19. und 20.09

Samstags und sonntags muss ich nicht arbeiten. Als ich allerdings am Samstag trotzdem schon um 7Uhr geweckt wurden bin, hat Chú Dũng (mein Gastvater) mir versucht auf Englisch zu schreiben, dass er jetzt arbeiten gehen muss und ich mit den Kindern zu Hause bleiben soll und mit ihnen spielen soll. Also war ich den ganzen Samstag zu Hause, hab mit den Kindern gespielt und Fernsehen geguckt, wobei ich nichts verstehen konnte. Am Abend, vor dem Essen, sind meine Gastmutter, meine kleine Gastschwestern und mein kleiner Gastbruder noch zu einem See gelaufen, der hier in der Nähe ist. War eigentlich echt ganz schön, vor allem aus dem Haus mal raus zu kommen. Um den See herum war noch ein kleiner Park und fast alle Leute, die man dort gesehen hat, haben Sport getrieben. Aus einer Seite des Sees war eine Hüpfburg aufgebaut, man konnte so was wie Autoskooter fahren und eine kleine Eisenbahn zum fahren für die Kinder war aufgebaut. Daneben war eine große Gruppe, die gerade an einem Gymnastikkurs teilgenommen hat. Hier wird so was halt draußen im Park gemacht=).

Eigentlich hatte ich vor mit Duy und seinen Freunden zum Karaoke singen mitzugehen, allerdings hatte Duy meinen Gastvater, der übrigens nach der Arbeit nicht nach Hause gekommen war, nicht erreicht, um ihn nach seiner Erlaubnis zu fragen. Also hab ich auch den Samstagabend zu Hause verbracht.

Heute (20.09.), konnte ich dann bis 8Uhr schlafen, wobei das aber, glaub ich, nicht gerne gesehen wird. Also war ich wieder erstmal zu Hause. Hier in Vietnam ist es üblich, sehr früh aufzustehen, dafür aber nach dem Mittagessen, was meistens gegen 12Uhr stattfindet, ein Mittagsschläfchen zu machen. Daran kann ich mich nun wirklich gewöhnen=)

Nachdem es dann zum Mittagessen zur Abwechslung keinen Reis, sondern Reisnudelsuppe gab, haben dann alle ein Mittagsschläfchen gehalten.

Als ich dann von Christopher geweckt wurden bin, hatte er mir erzählt, dass die restliche Gruppe jetzt in der Altstadt sei. Also wollte ich auch dort hin, endlich mal wieder die anderen sehen. Zum Glück hatte dann per Zufall Duy angerufen und konnte so dann vorbei kommen und das mit meinem Gastvater klären. Also hatte ich auch nicht mehr das Problem, wie ich denn zum Hoan Kiem See kommen soll. Dort haben wir uns dann mit den Anderen getroffen und haben in verschiedenen Straßenlokalen etwas getrunken. Endlich hatten wir uns wieder getroffen=). Am Abend wollten dann alle Sushi essen gehen. Da der japanische Laden in der Nähe von Duys Hotel ist, sind wir mit dem Roller schon einmal vorgefahren, da die anderen ja mit dem Bus fahren mussten. Duy und ich hatten keinen Hunger auf Sushi und sind dann also Phớ (Nudelsuppe) essen gegangen. Danach hatten wir uns dann beim japanischen Restaurante mit den anderen getroffen, wo dann auch Mi hinzugekommen ist. Duy und ich konnten allerdings nur eine halbe Stunde bleiben, da er mich wieder nach Hause fahren musste, damit ich gegen 21Uhr zu Hause war.

Als Fazit von den letzten Tagen, kann ich sagen, dass ich mich so langsam hier wirklich einlebe und wohl fühle, das Einzige was mich wirklich stört, ist dass ich immer so früh zu Hause sein muss. Aber so langsam fang ich an, ein ganz kleines bisschen vietnamesisch zu verstehen.

Jetzt werde ich noch ein bisschen Vietnamesisch lernen und danach schlafen gehen, da ich morgen wieder arbeiten muss.

Freitag, 18. September 2009

so langsam wirds

Gestern hat mich Duy von der Arbeit abgeholt und hat mir ein bißchen von Ha Noi gezeigt. War echt super interessant. Jetzt hab ich wenigstens mal was gemacht. War ja sonst nach der Arbeit immer nur Zuhause.
Als erstes sind wir mir einen Stadtplan kaufen gegangen, damit ich mal eine Ahnung hab, wo ich überhaupt wohne. Danach sind wir zu einem größeren Kaufhaus gefahren, das wie Kaufhof bei uns ist. Dort sind die Preise auch wie bei uns. Das Kaufhaus war in der Nähe vom Hoa Kiem See, wo wird dann danch hingegangen sind. Ist super schön dort, vorallem wenns schon dunkel. Dort in der Gegend, also so zusagen die Altstadt, gibt es recht viele Touristen und Läden für Touristen. Den ganzen Abend wollten mir Verkäufer irgendwas andrehen, weil sie in mir eine reine Goldgrube sehen=) Schon sehr amüsant. Nachdem wir schon halb um den See gelaufen sind, haben wir uns in eine Bar gesetzt, die eig. nur Insider kennen, weil die total verstckt ist. Also wenn man nicht weiß wo das ist, gibt es auch keine Möglichkeit die zu finden=) Also haben wir ca. im 6. Stock, oder so, etwas getrunken und hatten einen sehr schönen Ausblick über den Hoa Kiem See. Ich glaub wir haben gerade mal 3€ oder so bezahlt für 2 Eistees. Und das ist schon recht teuer hier. Nach dem wir dann den See komplett umrundet hatten, sind wir zu dem größten Kaufhaus in Ha Noi gefahren. Das war total westlich, aber trotzdem schön. Die Preise sind halt auch wie in Deutschland. Dort haben wir dann auch zu Abens gegessen und haben glaub ich nur 6€ für 2 Gerichte bezahlt. Man kann also echt nicht meckern. In dem Kaufhaus gibt es auch noch eine total große Spielhalle, die man nicht mit den Spielhallen in Deutschland vergleichen kann. Dort sind halt hautsächlich Kinder und Jugendliche. Da sah es echt wie auf einer Kirmes oder so. Danach musste Duy mich auch schon wieder nach Hause fahren, da ich immer um 22Uhr Zuhause sein muss, wegen Respekt und Verantwortung und so. Ich hoffe, dass sich das im Laufe der 8 Monate ändern wird. Denn alle die mich kennen, wissen ich hab es nicht so mit Regeln von den den Eltern=) Wie es hier in Vietnam üblich ist, ist Duy dann noch mit Rein gekommen und musste sich mit meinem Gastvater unterhalten, damit er weiß, wenn ich mit Duy unterwegs bin, bin ich in guten Händen. Allerdings spricht Duy nicht so gut Vietnamesisch und hat deswegen nur 30%, oder so, verstanden. Also weiß ich auch nicht so gut, wodrüber die sich unterhalten haben=) Auf jeden Fall macht mein Gastvater sich sorgen, dass ich hier total abmagere und meine Familie in Deutschland sich dann sorgen macht und etwas Falsches von meiner Gastfamilie denkt. Aber ich glaub, dass kann mir nicht passieren=)...
Heute hab ich endlich mal etwas von den anderen gehört, die mit mir nach Ha Noi geflogen sind. Sie wohnen ca. 2h von mir entfernt, also seeeeeeehr weit weg. Das Problem ist, dass sie eigentlich recht außerhalb von Ha Noi wohnen und ich ralativ im Zentrum. Wir müssen mal gucken, ob wir das schaffen uns zu treffen. Dann war ich gerade in meiner Pause mit Duy etwas trinken und hab für einen Eistee nur 40cents bezahlt. Ich glaub an die Preise hier kann ich mich echt gewöhnen.Endlich konnte ich mir dann auch eine Sim Karte für mein Handy holen, damit ich auch hier telefonieren kann und erreichbar bin. Ich hab für die Sim Karte nur 50.000Dong bezahlt, dass umgerechnet 2€ sind und hatte dann als Guthaben aber 150.000Dong drauf. Sehr praktisch und günstig=) Vor allem kostest hier eine SMS nur 700Dong also ca. 3Cent=)

Als Chú Dũng und ich dann nach der Arbeit nach Hause gefahren sind, hab ich die krasseste Rushhour überhaupt mitbekommen. Wir mussten sogar einen Umweg fahren, weil wir sonst nicht weiter gekommen wären. Normalerweise brauchen wir von dem Verlag 15min nach Hause, da haben wir über eine halbe Stunde gebraucht. Nächsten Freitag, werde ich auf jeden Fall mal versuchen, die Rushhour zu filmen.

Abends war ich dann mit meiner Gastmutter, meinen Gastgeschwistern und Freunden von denen hier im Viertel auf einem kleinen Markt. War ganz niedlich und so hab ich ein bisschen von dem Viertel hier gesehen. Alle Leute starren mich immer total an, weil hier nur Vietnamesen wohnen und sich hier hin auch kein Tourist verirrt.
Morgen Abend wollte Duy mich zum Karaoke singen mitnehmen, weil er dort auch mit Freunden hingeht, die Deutsch sprechen. Ist halt eine gute Möglichkeit für mich Vietnamesisch zu lernen und Kontake zu knüpfen, allerdings weiß ich nicht, ob ich von meinem Gastvater aus darf. Also kann es gut sein, dass ich den Samstag Abend zu Hause verbringe...Ich hoffe einfach das beste!

Donnerstag, 17. September 2009

1. Tag in Hanoi

Heute (16.09.09) war mein erster richtiger Tag in Ha Noi. Ich musste schon um 7Uhr aufstehen, da ich heute schon mit der Arbeit im Verlag angefangen habe. Mein Gastvater, mein Gastbruder und ich haben dann heute Morgen zusammen gefrühstückt. Es gab so was Ähnliches wie Milchbrötchen, die mit irgendetwas Süßem gefüllt waren, und extrem süße Milch aus Tüten. War schon ein bisschen komisch, aber im Großen und Ganzen hat es ganz lecker geschmeckt.

Danach sind wir dann mit dem Roller los gefahren. Da wir meinen Gastbruder noch in den Kindergarten bringen mussten, sind wir zu dritt auf dem Roller gefahren. Der kleine saß ganz vorne, dann mein Gastvater und dann ich. Ist schon sehr seltsam, aber ich mein es hat ja funktioniert und außerdem transportieren die Vietnamesen auf ihren Rollern noch ganz andere Sachen (Schränke, große Spiegel etc.). Als wir den kleinen am Kindergarten abgeliefert hatten sind wir weiter zum The Gioi Verlag gefahren, dort wo ich jetzt arbeite und mein Gastvater auch. Den Verkehr kann man gar nicht richtig beschreiben, aber auf einem Roller ist es noch viel krasser zu fahren als in einem Auto. Ich werde mal versuchen den Verkehr zu filmen und auch online zustellen. Wirkliche Verkehrsregeln gibt es hier nicht, wobei sich aber zum größten Teil an die Rotphasen gehalten wird, aber auch nicht immer. Hier gibt es an den Ampeln Countdowns, die runterzählen bis die jeweilige Phase zu ende ist. Aber so etwas wie einen rechts oder links Verkehr gibt es hier nicht. Die fahren einfach kreuz und quer, wie sie gerade Lust haben und wie es gerade passt. Als Europäer mag man gar nicht meinen, dass diese Art des Verkehrs wirklich funktioniert, aber es klappt erstaunlich gut.

Was aber ein wenig nervig ist, aber da muss ich mich wahrscheinlich dran gewöhnen, dass man die ganze Zeit angestarrt wird, als käme man von einem anderem Planeten. Allerdings hab ich doch schon einige Nicht-Asiaten hier gesehen, aber denen geht’s wahrscheinlich genauso wie mir.

Naja, als wir dann im Verlag angekommen waren, war fast noch keiner da. Ich müsste eigentlich auch erst um 9Uhr anfangen, aber da mein Gastvater schon um 8Uhr da sein muss, muss ich halt mit ihm fahren. Aber auch nur solange, bis ich mir zu traue alleine mit dem Bus zu fahren. Wird wahrscheinlich auch noch mal sehr interessant werden.

Ich wurde also direkt an meinen Arbeitsplatz gebracht, wo ich erst einmal im Internet surfen konnte, da ich zu Hause im Moment nicht mit meinem Laptop ins Internet komme.

Als nächstes wurde mir der Chef vorgestellt, welcher zum Glück fließend Englisch spricht, genauso wie auch mein Betreuer. Dann hab ich Bücher bekommen, die meine Vorgängerin (an der Stelle schöne Grüße an Diep) bereits übersetzt hat. Mi und ich werden diese Bücher zu ende übersetzten, da es sich um eine Serie von Büchern handelt, die über die meist gestellten Fragen über die Vietnamesische Kultur ist.

Eigentlich hätte ich heut noch nicht mit dem Übersetzten anfangen müssen, aber ich hatte ja sowieso nichts zu tun. Ich werde die Bücher von Englisch auf Deutsch übersetzten.

In dem Verlag arbeiten noch eine Mädchen aus Frankreich, welche in Deutschland studiert hat, eine aus Amerika und noch ein älterer Mann aus Amerika. Ich glaub da kommen noch welche hinzu, aber das waren die, die ich bereits kennen gelernt hab.

Ich werde auch mit Mi und noch einem anderen Mädchen abwechselnd Englisch an ein paar Verlagsmitarbeiter unterrichten. Heute musste ich es schon, unvorbereiteter Weise, machen, aber zum Glück war Mi noch mit dabei. Ich werde mich heute auch schon mal drauf vorbereiten, falls ich morgen wieder unterrichten muss.

Um 12Uhr gibt es immer Mittagessen im fünften Stock, oder höher, des Verlages. Dort essen dann alle Mitarbeiter. Nach dem Essen machen viele ein Mittagsschläfchen auf Feldbetten oder machen irgendetwas anderes. Mi und ich sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben uns umgeguckt. Im Nachhinein, wäre es doch besser gewesen hätte ich geschlafen, da ich danach beim übersetzten fast eingeschlafen bin. Die Pause geht insgesamt bis 14Uhr. Normalerweise muss ich nur bis 16.30Uhr arbeiten, aber da ich wieder auf meinen Gastvater warten muss, musste ich doch bis 17Uhr arbeiten.

Als wir nach Hause gekommen sind, hab ich ein wenig mit meinem kleinen Gastbruder gespielt. Mir wurde schon gesagt, dass er mich wohl sehr gern hat, was ich auch daran merke, dass er gar nicht mehr von meiner Seite weichen möchte. Er ist auf jeden Fall total niedlich. Ich versteh ihn zwar nicht und er mich nicht, aber irgendwie klappt das schon. Er ist zwar auch einige Male etwas lauter geworden, weil ich ihn einfach nicht verstanden hab und ihn das anscheinend genervt hat.

Um 19Uhr gibt es immer Abendessen, was sehr lecker ist. Und meine Gastfamilie versucht auch schon fleißig mir vietnamesisch beizubringen, was manchmal nach hinten losgeht=), weil ich es einfach nicht verstehe.

Was ich sehr erstaunlich finde ist, dass die Kinder eigentlich fast den ganzen Tag in der Schule sind. Sie gehen von morgens bis nachmittags in die Schule, dann sind sie für eine Weile zu Hause und dann gehen sie bis spät Abends in die Schule, ich glaube bis 21Uhr, oder so. Hier wird sehr viel Wert auf eine gute Bildung und Erziehung gelegt.

Heute hat es fast den ganzen Tag geregnet, aber ich finde das eigentlich ganz angenehm, dann kommt nämlich ein bisschen kühle Luft in mein Zimmer. In jedem Zimmer hier stehen mindestens zwei Ventilatoren, was auch dringend nötig ist.

Gestern Abend hat es noch richtig heftig geregnet und gewittert. Mein erstes Unwetter hier in Vietnam…

Ich hab mich sehr darüber gefreut, als ich heute erfahren hab, dass ein Freund aus Deutschland (schöne Grüße an Duy) im Moment auch hier in Ha Noi zum arbeiten ist. Das heißt, er kann mir dann mal ein bisschen die Stadt zeigen und ich hab ein vertrautes Gesicht hier. Denn die anderen Freiwilligen von uns, also eigentlich alle bis auf Mi, leben zusammen in einem großen Haus und ich hab keine Ahnung wo, denn ich hab von denen noch nichts wieder gehört. Ich hoffe das wird sich bald ändern. Was ich nicht gedacht hätte war, das mein Gastvater mir erlaubt mich mit anderen Leuten zu treffen. Ich glaub meine Gasteltern sind ziemlich locker drauf und versuchen mir so gut es geht meinen Freiraum zu lassen. Meine Gastmutter schickt mich immer hoch in meine Zimmer. Ich bin mir noch nicht sicher, ob sie das macht, weil sie mich nicht unten haben will, oder weil sie mir Zeit für mich zum ausruhen geben will. Ich hoffe einfach mal, dass das zweite zutrifft, denn ich hab es schon einige Male dankend abgelehnt.

Auf jeden Fall fühle ich mich Heute schon besser als Gestern und hoffe einfach mal, dass ich mich schnell einleben werde und das hier als mein zurzeit neues Zuhause ansehen kann.

Meine Gastfamilie sagt mir ja auch, dass ich mich einfach wie zu Hause fühlen soll.

Ich hoffe, dass ich es morgen schaffen werde, meinen Blog zu erstellen um die Einträge endlich online stellen zu können.

Ankunft in Ha Noi

Als wir in Ha Noi angekommen sind (15.09.09), konnten wir erst einmal niemanden finden, der uns abholten wollte. Wir hatten schon befürchtet, dass unseren Betreuern in Vietnam nichts von der Verzögerung erzählt wurden ist und sie uns nicht abholen kommen würden. Über einen Touristeninformationsstand konnten wir dann unsere Betreuer anrufen und glücklicherweise erfahren, dass sie bereits auf dem Weg zum Flughafen waren.

Ich wurde dann von Mi (ebenfalls eine Freiwillige, die schon seit 2 Wochen hier ist), von meinem Betreuer im Verlag und von meinem Gastvater abgeholt. Damit hat sich dann mein Weg von der restlichen Gruppe getrennt, da diese von ihrer Betreuerin von der Uni abgeholt wurden und zu dem Haus gebracht wurden, in dem sie wohnen werden.

Wir sind dann auch direkt zu dem Haus meiner Gastfamilie gefahren und ich durfte erste Einblicke von dem Verkehr hier in Ha Noi gewinnen. Ich kann nur sagen sehr chaotisch, unübersichtlich und beängstigend.

Meine Gastfamilie wohnt ziemlich im Zentrum von Ha Noi. Ich habe auch noch drei Gastgeschwister, 2 Mädchen (17Jahre + 8Jahre) und ein Junge (ca. 5 Jahre). Die Familie ist super nett, allerdings gibt es noch starke Verständigungsprobleme. Im Moment bin ich ehrlich gesagt auch noch ziemlich überfordert mit der Situation. Das Haus hat vier Stöcke ist aber trotzdem sehr klein, da es sehr schmal gebaut ist. Hier ist es normal die Häuser in die Höhe zu bauen auf Grund des Platzmangels. Mein Zimmer ist auch recht klein, allerdings hab ich ein Badezimmer mit WC und Dusche und ich hab das Zimmer auch für mich alleine.

Das Wetter hier ist sehr heiß, obwohl ich mir sagen lassen hab, dass es heute recht kühl im Vergleich zu sonst gewesen sein soll. Ich persönlich finde es sehr heiß und könnte alle 10min. duschen gehen.

Unternommen haben wir heute noch nichts, da ich erst einmal ankommen muss, aber morgen geh ich wahrscheinlich schon arbeiten. Ich freu mich schon die Stadt ein bisschen zu erkunden und meine erste Rollerfahrt hier zu machen.

Jetzt muss ich aber erst einmal schlafen, da ich schon wieder um 7Uhr aufstehen muss.

Verschleiert

Heute (14.09.09) hatten wir uns vorgenommen den Tag in Bahrain zu nutzen um uns mal die Gegend anzuschauen. Allerdings hatten wir die Empfehlung bekommen das Hotel lieber nicht zu verlassen, da die Hitze nicht zum aushalten wäre. Zum Glück haben wir nicht auf die Empfehlung gehört und haben den Aufenthalt für ein bisschen Kultur und Religion genutzt.

Wir sind also ohne irgendwelche Informationen aus dem Hotel raus marschiert und haben zuerst nur Baustellen und viel Müll gesichtet. Dann haben wir aber eine Moschee gefunden in die sogar Touristen rein dürfen. Wir Mädchen wurden am Eingang erst einmal von einer Frau neu eingekleidet. Wir haben ein bis zum Boden langes, schwarzes Gewand anbekommen und eine Art Kopftuch, mit dem wir unsere Haare zum größten Teil bedecken mussten. Man glaubt gar nicht wie verdammt heiß es unter diesen Kopftüchern ist und ungewohnt sah es auch aus. Aber es war eine sehr interessante Erfahrung einmal komplett verschleiert zu werden.

Was uns dann auch noch besonders gefreut hat war, dass wir eine Führung von einem englischsprachigen Guide bekommen haben. Anfangs durften wir in die Gebetsräume und bei einem Gebet zugucken. Wir Mädchen mussten zu den Frauen gehen und die Männer durften in dem großen Gebetssaal bei den Männern zugucken.

Nach dem wir uns kulturell weiter gebildet hatten, mussten wir unbedingt einen Supermarkt aufsuchen, um uns mit Wasservorräten zu versorgen. Allerdings hatten wir anfangs vermutet, dass sich das Wasser kaufen als sehr schwierig herausstellen würde, da in Bahrain noch Ramadan war und damit die Muslime tagsüber weder essen noch trinken dürfen.

Zum Glück hatten Jessi und Adrian schon vorher einen Supermarkt gefunden, wo wir uns dann endlich was zu Trinken kaufen konnten. Ich glaub zwar, dass ich von dem Verkäufer abgezockt wurden bin, da ich zwar mit Euros zahlen durfte, der Verkäufer das aber nicht wirklich richtig umrechnen konnte, aber trotzdem hat der Einkauf erstaunlich gut funktioniert. Das könnte natürlich daran liegen, dass dort alle Englisch sprechen.

Bin zum Abend, also bis wir wieder abgeholt wurden sind, haben einige die Zeit im Pool oder auch mit schlafen verbracht. Dreimal dürft ihr raten, womit ich die Zeit verbracht hab…=)

Zum Glück hat dann von dort an wieder alles geklappt. Wir sind gut in Bangkok angekommen und haben dort dann auch einen neuen Flug gestellt bekommen, sodass wir dann in Ha Noi um 13.40Uhr Ortszeit endlich angekommen sind.

Ich bin jetzt total müde und kaputt, da ich nicht wirklich viel und nicht wirklich gut geschlafen habe.

Anreise ohne Ziel in Sicht

Gestern, also am 13.9., haben mich Dirk, Minh Tan, Melody und Enna, nach dem wir um 5Uhr aufgestanden sind, zum Flughafen Frankfurt a.M. gefahren. Nach dem wir uns auf Grund einer Sperrung der A3 ein Paar Mal verfahren hatten, sind wir dann letztendlich doch noch pünktlich am Flughafen angekommen. Dort warteten schon Fabi und Tina (ebenfalls Freiwillige), mit denen ich dann gemeinsam mit meiner Familie auf den Rest der Bande gewartet hatte (insgesamt sind wir 12 Leute). Zeitpunkt des Treffens war 9 Uhr, allerdings trafen die letzten dann doch erst eine halbe Stunde später ein. Endlich konnten wir einchecken. Wobei Fabi und ich erst einmal unser Handgepäck leeren mussten, damit wir nicht mehr als die erlaubten 6kg dabei hatten. Nach dem Check-In haben wir es dann wieder aufgefüllt, da es denen ziemlich egal war, wie schwer unser Handgepäck war.

Damit ich noch ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen konnte, hab ich mich dann von der Gruppe abgekapselt und wir waren dann noch was essen. Die Verabschiedung verlief dann recht schnell und auch ohne Tränen…Ich glaub die Aufregung hat jede Traurigkeit verdrängt.

Unser Flug sollte um 11.30Uhr abfliegen, dabei sollte es aber nicht bleiben, wie sich im Laufe des Tages raus stellte…

Nach dem wir schon fast halb 12 hatten und gespannt am Gate 5 saßen kam eine Durchsage, dass wir zu Gate 4 gehen müssen und der Flug doch erst um 12.30 Uhr los fliegen soll. Also war noch eine weitere Stunde warten angesagt. Um 12.35 Uhr kam die nächste Durchsage, dass der Flug sich noch mal verzögern würde und wir erst um 13.30 Uhr los fliegen. Da haben wir uns schon Gedanken gemacht, ob wir unseren Anschlussflug denn in Bahrain noch bekommen würden, da wir zum Umsteigen nur 2h und 15min gehabt hätten. Aber so wie wir ja sind, haben wir positiv gedacht und gehofft…

Nur leider haben wir vergeblich gehofft. Denn um 13.40 Uhr kam die dritte Durchsage, dass wir erst um 15 Uhr fliegen werden. Damit war uns sofort klar, dass wir unseren Anschlussflug nicht mehr bekommen werden.

Obwohl ich nicht mehr dran geglaubt hatte, hoben wir kurz nach 15 Uhr vom Frankfurter Flughafen hab. Wir sind insgesamt bis Bahrain 6 Stunden geflogen, welche ich zum größten Teil mit Schlafen verbracht hab (Wer hätte das wohl gedacht…).

Am Flughafen in Bahrain angekommen haben wir dann erfahren, dass wir den nächsten Flug erst am nächsten Tag um 20.45 Uhr nehmen können, also genau einen Tag später als geplant.

Jetzt sitz ich also auf meinem Bett im Hotel Pars auf Bahrain und lasse den chaotischen Tag noch mal Revue passieren.

Durch den verpassten Flug musste uns die Airline, übrigens GulfAir, ein Hotel für die Nacht zur Verfügung stellen. Das ist allerdings nicht alles. Den Transfer zum Hotel und wieder zurück, ein Visum für den nächsten Tag, Abendessen, Frühstück und Mittagessen haben wir ebenfalls von der Airline gestellt bekommen. Eigentlich find ich das ganz gut, so einen Tag Aufenthalt in Bahrain, das Problem ist nur, dass wir unsere Koffer nicht haben und damit absolut gar keine Sachen zum wechseln oder ähnliches haben. Wobei ich neben bei erwähnen muss, dass wir hier auch noch mitten in der Nacht fast 40°C haben und man sich wie in den Tropen fühlt. Man ist 5min an der Luft und klebt sofort am ganzen Körper. Aber da müssen wir halt jetzt durch. Dann kommen wir halt am Dienstag, hoffentlich am Dienstag, mit dem Klamotten von Sonntag in Ha Noi an…

Gerade saßen wir noch alle zusammen und haben mit echten arabischen Shishas den Tag ausklingen lassen und jetzt werde ich endlich schlafen gehen…